Weiße Segge - Carex alba

Familie: Riedgrasgewächse

Kategorie: Alpenpflanze  Sauergräser  

Weiße Segge Info

Carex: lat. carex = Riedgras; "Segge"
alatus: geflügelt

Die Gattung Carex ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst momentan mindestens 150 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen, die nur mit spezieller Literatur zu bestimmen sind.

Die Weiße Segge ist eine ausdauernde Pflanze mit längeren Ausläufern, an den Knoten stehen Büschel von Stängeln und sterilen Trieben. Sie wird 10 bis 40 cm hoch. Die Stängel sind aufrecht, dünn, stumpfkantig und rau. Die Blätter sind wintergrün, 1 bis 2 mm breit, borstig gefaltet und grün. Sie sind kahl, schlaff und an den Rändern scharf und rau. Sie sind kürzer als der Stängel. Die grundständigen Scheiden sind gelblich-braun und zerfallen lappig.

Es gibt ein endständiges männliches Ährchen und 1 bis 3 weibliche Ährchen. Letztere haben 3 bis 6 locker stehende Blüten, sind bis 10 mm lang, gestielt und auch zur Fruchtreife aufrecht. Das oberste weibliche übergipfelt am Ende das männliche. Die Hüllblätter haben keine Blattspreite, nur eine 1 cm lange und weißhäutige Blattscheide. Die Tragblätter sind weiß glänzend und haben einen grünen Mittelstreifen. Sie sind viel kürzer als die Frucht. Der Griffel trägt drei Narben.

Die Frucht ist 3 bis 4 mm lang, kugel- bis eiförmig und kahl. Sie ist glänzend dunkelbraun, geadert und abrupt kurz häutig geschnäbelt.


Standort

Die Weiße Segge braucht lockeren, basen- und vor allem kalkreichen Boden. Sie ist etwas wärmeliebend. Sie erträgt eher zeitweise Trockenheit als Nässe; sie bevorzugt Halbschatten.

Sie besiedelt lichte Laubwälder, Nadelwälder und alpine Zwergstrauchgebüsche, sofern diese im Bereich der Waldstufe liegen. Sie gehört zu den häufigen Arten im Karbonat-Tannen-Buchenwald mit Weissegge.

Sie kommt vereinzelt am Edersee vor; selten findet man sie im Frankenjura, am Oberrhein, beidseits der oberen Donau, im Schweizer Jura und im Mittelland; im Alpenvorland und in den Kalkalpen tritt sie zerstreut auf. An ihren Standorten bildet sie meist kleinere Bestände. Sie bleibt meist unter 1500 m Meereshöhe. In den Allgäuer Alpen steigt sie aber im Tiroler Teil am Hahlekopf bei Reutte bis zu 1700 m Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Die Weiße Segge ist ein Praealpid-nordischkontinentales Florenelement. Sie kommt von den östlichen Pyrenäen über Südost-Frankreich bis ins südliche Mitteleuropa mit den Alpen vor; nach Süden erstreckt sich ihr Areal nur bis Norditalien, nach Südosten bis Rumänien, durch Osteuropa bis ins nördliche Russland, das Uralgebirge und bis ins fernöstliche asiatische Russland.

Weiße Segge Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 10cm bis 40cm
Lebensraum: Gebirge; Mittelgebirge; Trockenrasen; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Ähre oder Quirl
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 400m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1700m
Lichtbedarf: Halbschatten;
Nährstoffbedarf: basenreich;
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;
Bodenfeuchte: feucht; mäßig trocken; trocken; wechseltrocken;

Weiße Segge Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledoneae (Liliopsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Junciflorae (Júncidae) - Binsenähnliche
Ordnung:
Cyperales - Riedgrasartige
Familie:
Cyperaceae
Gattung:
Carex
Art:
alba

Weiße Segge Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;
Boden Feuchte: feucht; mäßig trocken; trocken; wechseltrocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana luteaDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgare

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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