Wilde Artischocke - Cynara cardunculus

Familie: Asteráceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gemüsepflanze Wildgemüse Bauerngarten Mischkultur

<b>Wilde Artischocke - <i>Cynara cardunculus</i></b>
Wilde Artischocke - Cynara cardunculus
Bildquelle: Wikipedia User Lycaon; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

andere Namen: Synonym: Cynara scolymus


Wilde Artischocke - Cynara cardunculus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Daderot">Wikipedia User Daderot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Wilde Artischocke - Cynara cardunculus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Hans B.commonswiki">Wikipedia User Hans B.commonswiki</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Die einjährigen Pflanzen keimen im Spätsommer und bilden über Winter eine kräftige Blattrosette und eine fleischige Pfahlwurzel. Im Frühjahr und Sommer des darauf folgenden Jahres streckt sich die Sprossachse und trägt die Blütenstände.

Die Blätter erreichen eine Länge von 30 bis 200 Zentimeter. Sie sind tief einfach oder doppelt fiederschnittig, der Blattrand kann glatt oder gesägt sein. Die Blätter sind mit ein bis 30 Millimeter langen Stacheln besetzt, besonders entlang der Mittelrippe. Unterseits sind die Blätter dicht grau oder weiß behaart, oberseits nur leicht behaart.

Die körbchenförmigen Blütenstände erscheinen auf einem 50 bis 200 Zentimeter hohen Stängel. Sie messen drei bis 15 Zentimeter Länge und vier bis 15 Zentimeter Breite. Die unten fleischigen Hüllblätter sind mit ihrem unteren Teil fest übereinander liegend, der obere Teil ist abstehend und endet in einer scharfen Spitze. Die violetten Röhrenblüten sind drei bis fünf Zentimeter lang. Es werden zwei bis acht Millimeter lange Achänen mit einem Pappus aus zwei bis vier Zentimeter langen, federigen Borsten gebildet.


Verbreitung/Vorkommen

Die frostempfindliche Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum; vom östlichen Mittelmeer (Türkei und Persien) bis nach Nordafrika, westlich bis Spanien und ebenso auf den Kanarischen Inseln. Sie ist in weiteren Gebieten mit mediterranem Klima eingebürgert, so in Kalifornien, Südamerika, Südafrika und Australien.

Verwendung in der Küche

Cynara cardunculus wird in zwei verschiedenen Formen als Gemüse verwendet. Bei der Sortengruppe der Artischocken werden die noch ungeöffneten Blütenstände geerntet, bei der Cardy die gebleichten Blattrippen. Außerdem werden die Blätter aufgrund ihres Gehalts an phenolischen Verbindungen wie Caffeoylchinasäuren und Flavonoiden sowie terpenoiden Komponenten wie Sesquiterpenlactone als Arznei verwendet.
Gemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereGemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2

Wilde Artischocke - Garten/Anbau

Gute Nachbarn: Mais - Garten-Petunie - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Tagetes -

Sonstiges

Wiklund unterschied 1992 zwei Unterarten von Cynara cardunculus:

Cynara cardunculus L. subsp. cardunculus - Hüllblätter stumpf bis zugespitzt, selten mit gelbem Rand, ohne oder mit dünnen Stacheln besetzt. Verbreitet im östlichen Mittelmeergebiet.

Cynara cardunculus subsp. flavescens Wiklund - Hüllblätter spitz, mit gelbem Rand und kräftigen Stacheln. Verbreitet im westlichen Mittelmeergebiet.

Das Verbreitungsgebiet der beiden Unterarten überlappt sich auf Sizilien.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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