Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus

Familie: Asteráceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Neophyt Dornen-Stacheln Bienenblume Hummelblume verwildernde Zierpflanze

<b>Drüsenblättrige Kugeldistel - <i>Echinops sphaerocephalus</i></b>
Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus
Bildquelle: © Bönisch 2009 - All rights reserved

Echinops: gr. echinos = Igel, opsis = Aussehen (Blü­ten­stands­form); "Ku­geldistel"
sphaerocephalus: kugelköpfig

andere Namen: Drüsige Kugeldistel, Bienen-Kugeldistel


Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Le.Loup.Gris">Wikipedia User Le.Loup.Gris</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(habitus).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(habitus).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(habitus).jpg</a>Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(8447758465).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(8447758465).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echinops_sphaerocephalus_(8447758465).jpg</a>

Die Drüsenblättrige Kugeldistel ist eine zwei- bis mehrjährige, meist hapaxanthe, seltener ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 180 cm erreicht. Die ganze Pflanze ist stark drüsenhaarig, zuletzt zumindest noch am rötlich braunen, fast immer verzweigten Stängel. Die Laubblätter sind oberseits (neben den Drüsen) kurzborstig bis steifhaarig, distelartig dornig gezähnt und fiederlappig bis fiederteilig.

Die auf je eine Blüte reduzierten Einzelköpfe sind ihrerseits zu einem kopfigen, kugeligen, igelartigen Gesamtblütenstand zweiter Ordnung vereint. Die Hüllblätter und Blütenkrone ist grau bis metallisch weißlich, höchstens schwach gräulich-blau angelaufen. Kontrastwirkung entsteht durch die blauen Staubblätter und die weiße Krone. Die Kronröhre ist 6 mm lang. Es ist eine Griffelbürste vorhanden.

Die Achänen sind 6 bis 10 mm lang und besitzen einen krönchenartigen Haarkranz (Pappus).

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30 oder 32.

Ökologie

Die Drüsenblättrige Kugeldistel ist ein Hemikryptophyt. In Mitteleuropa blüht sie nur einmal. Sie bildet Körbchenblumen aus, die reichlich Nektar bilden. Bestäuber sind Bienen, Wespen und Tagfalter (Entomophilie).

Die Hüllblätter schließen sich bei Nässe und spreizen sich bei trockener Witterung. Die Ausbreitung erfolgt als Tierstreuer und durch den Menschen (Gartenflüchtling). Auch Klettausbreitung ist möglich; Windausbreitung dagegen fraglich. Fruchtreife ist von September bis Oktober.


Standort

Trocken- und Wärmegebieten, an Schuttplätzen, Dämmen oder Ufern. Sie bevorzugt nährstoffreichen, besonders steinigen Boden. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, ein Wärmezeiger, subkontinental verbreitet, häufiger an stickstoffreichen Standorten anzutreffen und eine Verbandscharakterart Wärmebedürftiger Distelgesellschaften (Onopordion acanthii). Sie kommt in Mitteleuropa aber auch in Gesellschaften des Verbands Arction lappae vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Drüsenblättrige Kugeldistel kommt ursprünglich in Südeuropa, West- und Zentralasien, im Kaukasusraum, in Sibirien und in Xinjiang vor. In mehreren Ländern Mitteleuropas, Nordeuropas und Osteuropas, in Australien und in Nordamerika ist sie ein Neophyt. In Mitteleuropa wird sie hier und da als Zier- und Bienenfutterpflanze kultiviert und gelegentlich verwildert und eingebürgert vorgefunden, vor allem in Trocken- und Wärmegebieten, an Schuttplätzen, Dämmen oder Ufern. Sie bevorzugt nährstoffreichen, besonders steinigen Boden. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, ein Wärmezeiger, subkontinental verbreitet, häufiger an stickstoffreichen Standorten anzutreffen und eine Verbandscharakterart Wärmebedürftiger Distelgesellschaften (Onopordion acanthii). Sie kommt in Mitteleuropa aber auch in Gesellschaften des Verbands Arction lappae vor.
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Drüsenblättrige Kugeldistel - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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