Schneeglöckchen - Galanthus nivalis

Familie: Amaryllidáceae - Amaryllisgewächse (Narzissengewächse)
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze Bauerngarten Zwiebelpflanze Bienenblume Pionierpflanze Frühblüher Alpenpflanze

<b>Schneeglöckchen - <i>Galanthus nivalis</i></b>
Schneeglöckchen - Galanthus nivalis
Bildquelle: © Bönisch 2005 - All rights reserved

Galanthus: gr. gala = Milch, anthos = Blüte (wg. der milch­weißen Blü­ten­farbe); "Sternblume", "Milch­stern"
nivalis: schneeig, von Schnee bedeckt

andere Namen: Kleines Schneeglöckchen

Das Kleine Schneeglöckchen ist eine typische Frühjahrspflanze, bei der sogar die Blüten frosthart sind.
Wegen ihrer starken UV-Reflexion heben sich die Blüten auch bei Schnee für die Besucher deutlich vom Hintergrund ab.


Schneeglöckchen - Galanthus nivalis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Das Kleine Schneeglöckchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 7 bis 15 (2 bis 18) Zentimeter erreicht. Dieser zumeist in Trupps wachsende Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Laubblätter sind zu Blütezeit weit entwickelt, geringfügig kürzer bis länger als der Blütenstandsschaft, bläulichgrün oder selten blaugrün gefärbt und messen 4,5 bis 15 (26) Zentimeter.

Die Blüten stehen einzeln, nickend am Stängel. Es ist eine verwachsene, weißhäutige Hochblattscheide vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die spreizenden, äußeren Blütenhüllblätter messen 1,5 bis 2 (2,5) × 0,6 bis 1,1 Zentimeter. Die krönchenartig zusammengeneigten, inneren Blütenhüllblätter messen 0,7 bis 1,2 × 0,4 bis 0,6 Zentimeter und haben auf der Außenseite einen nicht bis zum Grund reichenden grünen Fleck. Die äußere Blütenhüllblätter sind also etwa doppelt so lang wie inneren. Die Blütezeit reicht von Februar bis März, zum Teil beginnt sie schon im Dezember und dauert bis April.

Die Samen besitzen ein gekrümmtes Anhängsel (Elaiosom), welches der Verbreitung durch Ameisen dient.



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Verbreitung/Vorkommen

Das Kleine Schneeglöckchen kommt in Frankreich, Italien, auf dem Balkan, in Österreich und der Schweiz, in Südwest-Deutschland, in Süd-Polen und in der West-Ukraine in Laubwäldern in Höhenlagen von meist 300 bis 600 (100 bis 1400) Meter vor. Es ist bevorzugt auf Kalk zu finden. Im nördlichen Mitteleuropa und in Nordamerika wurde diese Art eingebürgert.

Giftigkeit

Das Kleine Schneeglöckchen ist giftig. Die Hauptmenge der Giftstoffe ist in den Zwiebeln. Dort sind zu 0,09% Alkaloide vorhanden wie Galanthamin und Lycorin.

Inhaltsstoffe

Sie enthalten in der Zwiebel schwach giftige Alkaloide, hauptsächlich Galantamin (0,05–0,15%) und Lycorin.


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Schneeglöckchen - Garten/Anbau

Pflanzung von 9 bis 10
Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Das Kleine Schneeglöckchen wird verbreitet als Zierpflanze in Gärten und Parks genutzt. Besonders in alten Obstgärten und auf Kirchhöfen ist es verwildert und hat sich eingebürgert. Die Art ist seit spätestens 1568 in Kultur. Es gibt zahlreiche Sorten

Literatur




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Bildquellenverzeichnis



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