Gewöhnliche Mahonie - Mahonia aquifolium

Familie: Berberidáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Wildgemüse immergrün Färberpflanze Bienenblume Hummelblume verwildernde Zierpflanze

<b>Gewöhnliche Mahonie - <i>Mahonia aquifolium</i></b>
Gewöhnliche Mahonie - Mahonia aquifolium
Bildquelle: Wikipedia User Meneerke bloem; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

aquifolius: stecheichenblättrig, wie bei "Quercus ilex"

andere Namen: Stechdornblättrige Mahonie


Gewöhnliche Mahonie - Mahonia aquifolium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Leo Michels, Untereisesheim">Leo Michels, Untereisesheim</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Gewöhnliche Mahonie ist eine immergrüne Pflanze. Sie wächst als ein buschig aufrechter vieltriebiger unbewehrter Strauch und erreicht Wuchshöhen bis etwa 1,8 Meter. Die lederharten, bis 30 Zentimeter langen Blätter sind unpaarig gefiedert. Die Blättchen sind bis 8 Zentimeter lang und sitzen zu 5 bis 13 auf der Blattspindel. Sie sind oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits heller gefärbt, ihr Rand ist zum Teil stark gewellt und jederseits mit 10 bis 20 Stachelzähnen besetzt. Die Blätter sind im Winter manchmal tief bronzerot gefärbt.

Die Blüten sind gelb und manchmal rot überlaufen; sie bilden von März bis Juni dichte, aufrechte, bis zu 8 Zentimeter hohe, zu 3 bis 4 zusammenstehende Trauben. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig, haben goldgelbe Kronblätter und duften. Wie auch bei anderen Berberitzengewächsen kann man bei der Gewöhnlichen Mahonie den seltenen Mechanismus von reizbaren Staubblättern studieren, die etwa bei Berührung durch ein Insekt explosionsartig in Richtung Narbe schnellen und somit ihren Blütenstaub am Besucher festheften.
Früchte der gewöhnlichen Mahonie (Mahonia aquifolium)

Ab August werden als Früchte kugelige, purpurschwarze, bläulich bereifte, gut erbsengroße Beeren mit zwei bis fünf rotbraunen Samen ausgebildet. Die Beeren sind essbar und schmecken stark sauer; sie haben einen dunkelroten Saft.

Die Mahonie wird wegen der äußeren Ähnlichkeit gelegentlich mit der Europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium) verwechselt.


Verbreitung/Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Mahonie liegt im westlichen Nordamerika von Britisch-Kolumbien in Kanada bis zum US-Bundesstaat Oregon. Dort ist die Gewöhnliche Mahonie die offizielle Staatsblume („Oregon grape“). Heute findet man sie auch kultiviert und verwildert in Mitteleuropa; besonders in Frankreich ist sie als Neophyt weit verbreitet. Die Gewöhnliche Mahonie wächst sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen, hauptsächlich in städtischen Garten- und Parklandschaften.

Heimat

westliches Nordamerika

Verwendung in der Küche

Die Beeren sie sind essbar und werden z. B. für die Herstellung von Marmeladen und Fruchtweinen verwendet.

Giftigkeit

Die Pflanze ist nicht ohne Weiteres zu verwerten, da die meisten Pflanzenteile giftig sind.

Inhaltsstoffe

Die Wurzeln enthalten bis zu 1,5 % Berberin sowie diverse weitere Alkaloide. Der Alkaloid-Gehalt der Beeren liegt bei etwa 0,05 %

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

In der Literatur finden sich Hinweise auf die medizinische Verwendung von Pflanzenextrakten, insbesondere des darin enthaltenen Berberins zur Bekämpfung von Haarschuppen und Schuppenflechte, möglicherweise auch Akne. Der Extrakt aus Rinde und Wurzel wird in der traditionellen Literatur und in der Homöopathie bei Hautausschlag empfohlen. Studien belegen einen positiven Effekt.
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Gewöhnliche Mahonie - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstiges

Die Pflanze blüht schon zeitig im Frühjahr (ab März) und stellt damit eine frühe Nektar- und Pollentracht für Bienen und Hummeln dar.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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