Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gründüngung-Bodenverbesserer Neophyt

<b>Arabischer Schneckenklee - <i>Medicago arabica</i></b>
Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica
Bildquelle: Wikipedia User Amada44; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Medicago: n. d. Land Medien benannt (NW Teil von Persien), aus dem die Luzerne (Med. sativa) stammt; "Luzerne", "Schneckenklee"

andere Namen: Gefleckter Schneckenklee

Ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet, ist die Art inzwischen weltweit verbreitet. In Deutschland beispielsweise gilt sie als fest eingebürgerter, wenn auch seltener Neophyt und kam schon Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts (konkrete Jahresangabe: 1862) hier vor.

Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bilou">Wikipedia User Bilou</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Amada44">Wikipedia User Amada44</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica_leaf_(8009127681).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica_leaf_(8009127681).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica_leaf_(8009127681).jpg</a>Arabischer Schneckenklee - Medicago arabica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jeffdelonge">Wikipedia User Jeffdelonge</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica01.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica01.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_arabica01.jpg</a>

Vegetative Merkmale

Der Arabische Schneckenklee wächst als einjährige krautigen Pflanze. Der niederliegenden bis aufrechten Stängel sind abstehend behaart und 15 bis 50 Zentimeter lang. Die wechselständigen Laubblätter setzen sich „kleeartig“ aus jeweils drei breit-eiförmigen bis herzförmigen Blättchen zusammen. Die Blättchen sind von unten behaart, oberseits kahl und charakteristischerweise in der Mitte braunrot oder purpur-schwarz gefleckt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Der traubige Blütenstand enthält ein bis fünf Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die gelben Kronblätter stehen in der typischen Form einer Schmetterlingsblüte zu einer 5 bis 7 Millimeter langen Krone zusammen. Das Schiffchen ist länger als die Flügel. Es findet Insektenbestäubung statt.

Die bei einem Durchmesser von 5 bis 10 Millimetern kugelige, zunächst grüne, später gelbe und zuletzt braune Hülsenfrucht weist drei bis sechs gerollte Windungen auf und hat innen Querwände; nach außen ist sie mit – oft gekrümmten – Stacheln besetzt, jedoch nicht behaart. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt über den Wind beziehungsweise Klettanhaftung der hakigen Hülsenfrüchte an Tieren (Epichorie).

Die Chromosomengrundzahl beträgt n = 8; es liegt Diploidie vor, als 2n = 16.

Verwechslung mit anderen Arten

Mögliche Verwechslungsarten sind unter anderem Zwerg-Schneckenklee (Medicago minima), Medicago polymorpha (innerhalb dessen der Arabische Schneckenklee zeitweilig als eine Varietät aufgefasst wurde) und weitere, unbeständig eingeschleppte, vielgestaltige Medicago-Sippen.


Standort

Der Arabische Schneckenklee gedeiht in Mitteleuropa am besten auf mäßig trockenen, nährstoffreichen, stickstoffreichen, frischen Kies- oder Lehmböden. Er gedeiht in wintermild-sommerwarm-feuchten Klimalagen. Standorte sind vor allem lückige, therophytenreiche Ruderalfluren an Wegen, auf Dämmen, Schutt- und Umschlagplätzen, an Gleisanlagen, in Glatthaferwiesen und in angesäten Zierwiesen. Der Arabische Schneckenklee besiedelt in Mitteleuropa Ödland und Wegränder, seltener Brachen oder Äcker. Er wächst in Gesellschaften der Ordnungen Sisymbrietalia oder Arrhenatheretalia.

Verbreitung/Vorkommen

Die ursprüngliche Heimat des Arabischen Schneckenklees liegt im Mittelmeerraum. Er ist vereinzelt im mitteleuropäischen Tiefland, am unteren Main, am mittleren Neckar und im südwestlichen Schweizer Jura eingeschleppt worden und dort recht beständig verwildert. In Deutschland beispielsweise gilt er als fest eingebürgerter, wenn auch seltener Neophyt und kam schon Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts (konkrete Jahresangabe: 1862) hier vor.
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Arabischer Schneckenklee - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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