Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense

Familie: Orobanchaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Ackerwildkraut Halbschmarotzer

<b>Acker Wachtelweizen - <i>Melampyrum arvense</i></b>
Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense
Bildquelle: Schultes 2009; Bildlizenz: Public Domain;

Melampyrum: gr. melas = schwarz, pyron = Weizen (wg. der Schwarz­färbung des Brotes bei Verunreinigung des Mehls); "Wachtelweizen"
arvensis: zum Acker gehörend


Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_010608.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_010608.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_010608.jpg</a>Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl28.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl28.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl28.jpg</a>Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl15.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl15.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melampyrum_arvense_sl15.jpg</a>Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2009">Bönisch 2009</a> - <b>All rights reserved</b>

Der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) ist eine formenreiche Pflanzenart aus der Gattung Wachtelweizen (Melampyrum) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Diese Art ist schwach giftig.

Der Acker-Wachtelweizen ist eine überwinternd grüne, einjährige Pflanze, also ein Therophyt, der Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen Halbparasit auf Getreide und anderen Gräser-Arten, deshalb findet man den Acker-Wachtelweizen vor allem auf (kalkhaltigen) Ackerflächen, daher der deutsche Trivialname. Die Stängel ist aufrecht und schwach verzweigt. Die Laubblätter sind linealisch bis lanzettlich; die unteren sind ganzrandig, die oberen am Grund gezähnt.

Die Blüten sind in einem kegelförmigen oder walzlichen, ährigen Blütenstand angeordnet. Die Tragblätter sind hell- bis lilarot. Die Hochblätter sind ei-lanzettlich, purpurn oder seltener gelbgrün gefärbt und haben im unteren Teil grannenförmige Zähne. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Der flaumig behaarte Kelch ist fast so lang wie die Kronröhre. Die Krone ist 2 bis 2,5 Zentimeter lang, die Röhre ist gelblich bis weißlich, die Lippen sind rötlich und die Oberlippe ist helmförmig gebogen. Die am Rand aufgebogene Unterlippe liegt fast an der Oberlippe an; der Kronschlund dadurch fast geschlossen. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Es findet Insektenbestäubung oder Selbstbestäubung statt.

Die ovale Kapselfrüchte verschmälert sich an beiden Enden. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie).


Standort

Sie besiedelt hauptsächlich Staudensäume trockenwarmer Standorte und Äcker und kurzlebige Unkrautfluren, Nebenvorkommen gibt es auf Trocken- und Halbtrockenrasen, Halbmagerrasen sowie auf halbruderalen Queckenrasen trockenwarmer Standorte.

Verbreitung/Vorkommen

Der Acker-Wachtelweizen kommt in fast ganz Europa vor, im Norden reicht sein Verbreitungsgebiet bis Südschweden. In Deutschland ist diese Art nur im Süden verbreitet, im Norden sowie südlich der Donau und in den Alpen ist sie selten.

Giftigkeit

Bei der hier beschriebenen Art wird aufgrund des Hauptwirkstoffes Acubin von der Möglichkeit der Giftwirkung der stärker giftigen japanischen Goldorange (Aucuba japonica) ausgegangen, da genaue Daten und Erfahrungen zur hier aufgeführten Art nicht vorliegen.
Die Vergiftungssymptome umfassen Magen-Darmentzündung, Durchfall und Koliken.
Bei Aufnahmen großer Mengen der Pflanze und somit des Giftes Aucubin sind tödliche Gehirnblutungen denkbar aber unwahrscheinlich.

Inhaltsstoffe

1,5% Aucubin
Dr. Koll Gemmoextrakt: Vitis vinifera - WeinrebeDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgareDr. Koll Pflanzenextrakt: Darm aktiv - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - Olive

Acker Wachtelweizen - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild; sauer;
Boden Feuchte: mäßig trocken;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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