Wiesen Wachtelweizen - Melampyrum pratense

Familie: Orobanchaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Halbschmarotzer

<b>Wiesen Wachtelweizen - <i>Melampyrum pratense</i></b>
Wiesen Wachtelweizen - Melampyrum pratense
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Melampyrum: gr. melas = schwarz, pyron = Weizen (wg. der Schwarz­färbung des Brotes bei Verunreinigung des Mehls); "Wachtelweizen"
pratensis: auf Wiesen wachsend


Wiesen Wachtelweizen - Melampyrum pratense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Wiesen Wachtelweizen - Melampyrum pratense; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Kristian Peters">Kristian Peters</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) ist ein einjähriger Halbschmarotzer, der mit seinen knotenartig geformten Saugorganen an den Wurzeln anderer Pflanzen schmarotzt. Solche sind beispielsweise Fichten u.a..Außerdem bildet er eine Wurzelsymbiose mit Pilzen aus. Die Pflanze wird 10 cm bis 50 cm groß und blüht zwischen Mai und August. Die Blüten weisen lanzettliche grüne Deckblätter auf, die ganzrandig sind und am Grund keilartig verschmälert und abgerundet sind. Die Einzelblüten stehen in einseitswendigen Ähren, wobei die unteren entfernt stehen. Die 12 bis 20 mm lange Krone ist gelblichweiß bis sattgelb gefärbt, ist keulenartig geformt und bildet eine lange gerade Röhre. Selten kann sie auch purpurn überlaufen sein. Die Kronröhre ist mindestens doppelt so lang wie der unbehaarte Kelch, dessen Kelchzähne fast anliegend sind. Die Kapselfrüchte sind zweispaltig und enthalten nur wenig Samen. Sie werden häufig von Ameisen ausgebreitet.


Verbreitung/Vorkommen

Der Wiesen-Wachtelweizen wächst in mäßig trockenen, lichten Laub-, Laubmischwäldern und Fichtenwäldern sowie an deren Rändern und in bodensauren Zwergstrauchheiden. Kalkhaltige Böden werden gemieden. In Deutschland ist es die häufigste Wachtelweizen-Art mit weiter Verbreitung, regional jedoch nur zerstreutem, in einigen Teilen sogar seltenem Vorkommen. Insgesamt ist er von Europa bis nach West-Sibirien verbreitet.

Giftigkeit

schwach giftig

Inhaltsstoffe

Aucubin
Magen-Darm-Entoxin® ND.-B.-Entoxin® NAdenolin-Entoxin® NN
Ekzem-Entoxin® N

Wiesen Wachtelweizen - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: feucht; frisch; mäßig trocken; nass;
Boden Nährstoffgehalt: basenarm; nährstoffarm;

Sonstiges

Ameisenausbreitung, formenreich

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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