Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis

Familie: Paeoniáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Bauerngarten Garten-Tip Schnittblume Alpenpflanze verwildernde Zierpflanze

<b>Gemeine Pfingstrose - <i>Paeonia officinalis</i></b>
Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_002.JPG


officinalis: arzneilich, gebräuchlich

andere Namen: Benediktinerrose, Echte Pfingstrose, Bauern-Pfingstrose, Garten-Pfingstrose, Knopfrose, Kirchenrose, Kirchenblume, Buerrose, Pumpelrose, Gichtrose, Ballerose, Antonirose, Pfaffarose


Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Franz Xaver">Wikipedia User Franz Xaver</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_3.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_3.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_3.jpg</a>Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Orchi">Wikipedia User Orchi</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_2013-06-06_Orchi_001.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_2013-06-06_Orchi_001.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis_2013-06-06_Orchi_001.jpg</a>Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Lisa.angelini">Wikipedia User Lisa.angelini</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis,_Giardino_Botanico_Alpino_Viote.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis,_Giardino_Botanico_Alpino_Viote.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paeonia_officinalis,_Giardino_Botanico_Alpino_Viote.JPG</a>Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2009">Bönisch 2009</a> - <b>All rights reserved</b>

Die Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis) gehört zur Gattung der Pfingstrosen (Paeonia) in der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae).
Die rosa Päonie blüht meist um den 13. Juni, dem Tag des Hl. Antonius von Padua.
Sorten der Gemeinen Pfingstrose sind beliebte Zierpflanzen für Parks und Gärten.


Standort

Die Naturformen der Echten Pfingstrose gedeihen auf kalkreichen, meist flachgründigen, steinigen, sommertrockenen Berghängen und lichten Flaumeichen- und Hopfenbuchen-Gebüschen. Die Gemeine Pfingstrose wächst am Alpensüdhang in lichten Laubwäldern (Ostryo carpinifoliae-Fraxinetum orni und Übergänge zum Cephalanthero-Fagenion, Quercion pubescenti-petraeae) sowie in einmal jährlich gemähten oder dichter werdenden und verbuschenden Molinia arundinacea- oder Brachypodium pinnatum-Beständen (Sukzessionsstadien des Mesobromionerecti), in höheren Lagen wächst sie auch in natürlich waldfreien, artenreichen Trockenrasen (Lebensraumtyp: 6.3.5 (4.2.4).

Ökologische Zeigerwerte nach Ellenberg: F2 R4 N3 H3 D3 L3 T3 K2. Späte Beweidung scheint die Echte Pfingstrose gut zu vertragen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Echte Pfingstrose ist ein südeuropäisches Florenelement. Sie kommt im gesamten Mittelmeerraum von Portugal bis Albanien, in Kleinasien und Armenien vor. Nordwärts reicht das Areal bis in die Westalpen (in Frankreich), zum Südalpenrand (in der Schweiz und Italien), in die südlichen Ostalpen (in Slowenien) und in das Donaubecken Ungarns. In den nördlichen Alpen wurde sie eingebürgert oder ist in Zuchtformen verwildert (beispielsweise im Schweizer Mittelland und in Bayern).

In der Schweiz befinden sich ihre Standorte von der (kollinen bis) montanen bis subalpinen Höhenstufe in Höhenlagen zwischen 640 und 1680 Metern. In Italien sind Standorte bekannt in Höhenlagen von 100 bis 1800 Metern.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Schon Theophrast, Plinius und Dioskurides vertrauten auf die medizinische Wirkung der Pfingstrose. Wie viele andere Heilkräuter wurden Päonien im Mittelalter in den Klostergärten kultiviert. Von hier aus gelangten sie auch in die Bauerngärten. Heute werden das Rhizom, die Samen und vor allem die Blütenblätter der Pfingstrose gegen Gicht eingesetzt, daher auch die Bezeichnung Gichtrose. Theophrast hat übrigens empfohlen, die heilkräftigen Früchte der weißen Pfingstrose bei Nacht zu sammeln. Bei Tage könnte man vom Specht gesehen werden und das Augenlicht verlieren. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Pfingstrose als Mittel gegen Epilepsie eingesetzt.

Die Samen der Pfingstrosen wurden auf Ketten aufgereiht und zahnenden Kleinkindern zum Kauen gegeben. In Bayern nannte man die Samen deshalb auch Appoloniakörner – zu Ehren der Heiligen Appolonia, der Patronin der Zahnleidenden.

Als Heilpflanze hat die Echte Pfingstrose heute keine praktische Bedeutung mehr.
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Gemeine Pfingstrose - Garten/Anbau

Pflanzung von 9 bis 9
Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: frisch; mäßig frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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