Hügel-Klee - Trifolium alpestre

Familie: Schmetterlingsblütler - Fabaceae

Kategorie: Gründüngung-Bodenverbesserer  Alpenpflanze  

Hügel-Klee Info

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"
alpestris: alpin

Alle Kleearten ziehen Wurzelknöllchen bildende, Stickstoff bindende Knöllchenbakterien (Rhizobium) an, die mit dem Klee eine Symbiose eingehen.

Die die kugeligen bis eiförmigen Blütenstände sind kaum gestielt und von den obersten Blättern umgeben. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist außen zottig behaart und 20-nervig. Die Krone ist 10 bis 15 mm lang und besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.
Die Überwinterungsknospen befinden sich nahe der Erdoberfläche, es ist also ein Hemikryptophyt. Wenn die Standorte nicht zu flachgründig sind, bildet der Hügel-Klee tiefe Wurzeln aus, um an ausreichende Feuchtigkeit zu kommen.


Standort

Der Hügel-Klee wächst in Gebüschen, lichte Standorte in trockenen Wäldern, auf trockenen Wiesen und in Krautsäumen. Er ist eine Charakterart für den Verband: „Staudensäume an Gehölzen“ (Geranion sanguinei) (Pflanzensoziologie).Diese subozeanische Halblichtpflanze ist ein Trockniszeiger, wächst auf stickstoffarmen Standorten häufiger und ist nicht salzertragend.

Verbreitung/Vorkommen

Das Areal des Hügel-Klee erstreckt sich in fast ganz Europa von den Pyrenäen bis Mittelfrankreich, Lothringen, Eifel, Hannover, Dänemark, Estland, weiter bis zum Ural und bis zum Kaukasus im Osten; südlich bis ins nördliche Griechenland und Mittelitalien. Für Europa gibt es Belege aus: Albanien, Österreich, Bulgarien, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg, Polen, Rumänien, Schweiz, Türkei, ehemaliges Jugoslawien. Auf dem asiatischen Kontinent kommt der Hügel-Klee zum Beispiel in Kleinasien: im Iran und der Türkei vor.

Der Hügel-Klee fehlt im mitteleuropäischen Tiefland westlich der Elbe; an ihrem Unterlauf und östlich der Elbe ist er sehr selten; in den niedrigen Mittelgebirgen sowie in Ober- und Niederösterreich ist er selten, er bildet dort aber oft kleinere Bestände; in den höheren Mittelgebirgen Mitteleuropas fehlt er ganz; im Alpenvorland fehlt er in größeren Gebieten; in den Südalpen kommt er zerstreut vor; insgesamt ist er in Mitteleuropa selten.

In Mitteleuropa bevorzugt der Hügel-Klee die kolline bis montane Höhenstufe. Er steigt in den Alpen bis 1800 Meter auf und die maximale Höhenlage wird mit bis zur 2300 Metern angegeben.

Der Hügel-Klee hat in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa viele Standorte verloren. Das Vorkommen in Niedersachsen ist stark gefährdet und in Mecklenburg-Vorpommern gefährdet. In Baden-Württemberg ist die Art in den Nördlichen Gäulandschaften, Südlichen Gäulandschaften, Keuper-Lias-Land und auf der Schwäbischen Alb gefährdet; die restlichen Vorkommen sind nicht gefährdet. Alle anderen Vorkommen in Deutschland sind nicht gefährdet.

Hügel-Klee Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 15cm bis 30cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Halbmagerrasen; Halbtrockenrasen; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: ganzrandig; gezähnt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Nebenblätter (kleine Seitenblätter am Blattgrund);
Häufigkeit: sehr selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2300m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: neutral;
Bodenfeuchte: mäßig trocken; trocken; wechseltrocken;

Hügel-Klee Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: neutral;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken; wechseltrocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)





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