Gelbes Galmei-Stiefmütterchen - Viola calaminaria

Familie: Violaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten

<b>Gelbes Galmei-Stiefmütterchen - <i>Viola calaminaria</i></b>
Gelbes Galmei-Stiefmütterchen - Viola calaminaria
Bildquelle: Wikipedia User Aufklärung; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Viola: lat. Pflanzenname; "Veilchen"

andere Namen: Gelbes Galmei-Veilchen, Syn. Viola lutea ssp. calaminaria


Gelbes Galmei-Stiefmütterchen - Viola calaminaria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Aufklärung">Wikipedia User Aufklärung</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gelbes Galmei-Stiefmütterchen - Viola calaminaria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Gouvernante">Wikipedia User Gouvernante</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Gelbe Galmei-Veilchen (Viola calaminaria), Gelbes Galmei-Stiefmütterchen oder kurz Galmei-Veilchen ist eine äußerst seltene Art aus der Gattung der Veilchen (Viola) in der Familie der Veilchengewächse (Violaceae), die nur auf schwermetallhaltigen Böden in der Umgebung von Aachen vorkommt. In seinem wissenschaftlichen Namen bedeutet Viola "Veilchen" und calaminaria "zum Galmei gehörig". Es ist ein naher Verwandter des Gelben Stiefmütterchens der Vogesen sowie des Sudeten-Stiefmütterchens und Teil einer alpinen eiszeitlichen Reliktflora. Mit dem Violetten Galmei-Stiefmütterchen (Viola guestphalica) ist es dagegen nicht unmittelbar verwandt.

Das Galmeiveilchen hat fünf gelbe Blütenblätter, deren drei vordere eine braue Aderung aufweisen können. Es blüht die gesamte Vegetationsperiode von April bis September. Die Blüte ist ca. 2 cm breit, die Blume selbst 5-10 cm groß. Das Galmeiveilchen bildet Blütenpolster.


Verbreitung/Vorkommen

Wegen seiner Bindung an schwermetallhaltige Böden ist das gelbe Galmeiveilchen endemisch. Seine Verbreitung ist auf das Dreiländereck um Aachen beschränkt. Es ist neben einem sporadischen Vorkommen beim Ort Epen im südlimburgischen Gulpen-Wittem, in der Städteregion Aachen bei Breinig und Mausbach (in den NSG Brockenberg-Hassenberg, Bärenstein, Schlangenberg, Werther Weide und Napoleonsweg), bei den östlichen Aachener Stadtteilen Verlautenheide, Eilendorf und dessen Ortsteil Nirm sowie im Gebiet des Altenberges beim ostbelgischen Kelmis auf galmeihaltigen Böden anzutreffen. An diesen Standorten bildet es mit dem weißblühenden Galmei-Hellerkraut, der rosablühenden Galmei-Grasnelke, dem Galmei-Schwingel (Festuca aquisgranensis), einem Verwandten des Schaf-Schwingel (Festuca ovina), und der weißblühenden Galmei-Frühlings-Miere eine Pflanzengesellschaft, deren Leitart es ist und die man Galmeiflora, Galmeivegetation, Galmeirasen, Galmeiflur oder mit Mathias Schwickerath (1892-1974), der sie als erster Botaniker beschrieben hat, "Zinkpflanzengesellschaft" nennt (Violetum calaminariae).
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Sonstiges

Die Raupen des Braunfleckigen Perlmutterfalters (Clossiana selene) ernähren sich von den Blüten des Galmeiveilchens.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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