Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 20cm bis 60cm
Blütezeit von 5 bis 10
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude); zweijährig;
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Blütenstand: Rispe
Garten/Anbau
Gärtnerisch stellt man den Pyrenäen-Storchschnabel zu den Gehölzstauden - damit werden jene Stauden, die unter lichtschattigen oder wechselschattigen Standortbedingungen gut gedeihen, zusammengefasst. Sie eignen sich daher für die Bepflanzung eines Staudenbeets, das diese Voraussetzungen bietet. Heute werden außer violett-blühenden auch weiß- und satt purpurfarbene Sorten als Zierpflanzen angeboten.
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rósidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Pinnátae - Fiederblättrige
Ordnung:
Geraniáles - Storchschnabelartige
Familie:
Geraniáceae - Storchschnabelgewächse (Geraniengewächse)
Gattung: Geranium
Weitere Pflanzen der Gattung Geranium
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Pyrenäen Storchschnabel im Web
Pyrenäen Storchschnabel - Geranium pyrenaicum
Familie: Geraniáceae - Storchschnabelgewächse (Geraniengewächse)![]() Bildquelle: Deutschlands Flora in Abbildungen (1796) |
Geranium: gr. geranos = Kranich (Fruchtform wie ein Kranichschnabel); "Storchschnabel"
Der Pyrenäen-Storchschnabel ist eine zweijährige, mehrjährige oder auch ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter. Er besitzt eine dicke, ziemlich tiefgehende Pfahlwurzel und ein sehr kurzes, aufrechtes, beschupptes Rhizom. Der Stängel ist abstehend lang behaart, nach oben hin auch kurzdrüsig. Die Spreiten der wintergrünen Laubblätter sind im Umriss rundlich, fünf- bis neunspaltig und etwa bis zur Mitte eingeschnitten.
Die Teilblütenstände überragen ihre Tragblätter deutlich; ihre Stiele sind ebenfalls dicht kurzdrüsig und länger behaart. Die Kronblätter sind fast doppelt so lang wie die Kelchblätter. Die zweispaltigen Kronblätter sind violett gefärbt und je 6 bis 10 Millimeter lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Früchte haben die typische storchschnabelartige Form.
Der Pyrenäen- Storchschnabel ein Hemikryptophyt.
Die Blüten sind nektarführende, proterandrische Scheibenblumen; sie werden (meist) durch Insekten bestäubt; als Blütenbesucher wurden Diptera, Hymenoptera und einige Coleopteren beobachtet; Selbstbestäubung soll möglich sein.
Die Früchte werden endozoochor und autochor verbreitet: Es handelt sich um eine Schleuderfrucht (Austrocknungsstreuer): bei der Fruchtreife lösen sich die Teilfrüchte von der Mittelsäule, die Grannen biegen sich aufwärts, dabei löst sich das Fruchtfach ab und wird zusammen mit dem eingeschlossenen Samen fortgeschleudert; die Grannen lösen sich ebenfalls von der Mittelsäule.
Verbreitung/Vorkommem
Der Pyrenäen- Storchschnabel stammt aus den Gebirgen Südeuropas. Er ist bei uns seit etwa 1800 eingebürgert (Neophyt). Wahrscheinlich kultivierte man diese Art als Zierpflanze und sie verwilderte aus Gärten.Man findet den Pyrenäen-Storchschnabel ziemlich häufig in sonnigen, lückigen Unkrautfluren, in Weinbergen, an Mauern und Böschungen. Er bevorzugt nährstoffreiche Böden in Gegenden mit milderem Klima.
Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, subozeanisch verbreitet, ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine Klassencharakterart Ruderaler Beifuß- und Distelgesellschaften (Artemisienea vulgaris).
Literatur
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- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
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