Die Späte Gelb-Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur etwa 10 bis 20 Zentimeter erreicht. Sie gehört zu den horstbildenden Seggen. Die gelbgrün bis grasgrün gefärbte Späte Gelb-Segge besitzt einen geraden Stängel. Die meist rinnigen Laubblätter werden bis zu 3 Millimeter breit.
Die Scheide der laubblattartigen Tragblätter sind der Spreite gegenüber häufig bis 0,5 mm verlängert. Die Späte Gelb-Segge besitzt nur eine männliche meist sitzende Ähre, die bis 10 mm lang wird und die gestielten weibliche Ähren überragt. Diese sind kurz walzenartig geformt und dicht gedrängt, wovon nur die unterste manchmal leicht abgedrückt ist. In jedem Ährchen befinden sich kahle Schläuche, die 2 bis 3,5 mm lang werden können und drei Narben einschließen. Der gerade gelb gefärbte zweizähnige Schnabel wird bis 1 mm lang und ist nicht länger als die Hälfte des übrigen Teils des Schlauches.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 68 oder 70.
Standort
Sie bevorzugt nährstoffarme, aber basenreichere Standorte und kommt auf extensiv genutzten Feuchtwiesen, an Rändern von Gräben, feuchten Wäldern und Mooren vor, aber auch an Ufern von Gewässern. Sie ist eine salzertragende Pionierpflanze, die vor allem in gestörten Gesellschaften der Klasse Scheuchzerio-Caricetea vorkommt, seltener in denen der Klasse Littorelletea oder des Verbands Agropyro-Rumicion.
Verbreitung & Vorkommen
Die Späte Gelb-Segge ist in den subarktischen und gemäßigten Zonen der Nord-Hemisphäre verbreitet. Sie kommt in ganz Deutschland bis auf die mitteldeutschen Trockengebiete vor.
Aus derselben Gattung (Carex)
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