Goldlack - Erysimum cheiri

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Giftpflanze Bienenblume Hummelblume verwildernde Zierpflanze

<b>Goldlack - <i>Erysimum cheiri</i></b>
Goldlack - Erysimum cheiri
Bildquelle: Wikipedia User Joydeep; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri.jpg


Erysimum: gr. Pflanzenname von eryesthai = retten (wg. der Heil­wir­kung); "Schöterich"

andere Namen: Syn. Cheiranthus cheiri, Bauernveigel (Augsburg), Bohnafeiele (Appenzell), Gelb Feyel, Fijnelken (Unterweser), Giel Foaltcher (Siebenbürgen), Gelfyoln (niederdeutsch), Goldenlack, Kirche (Halle), Kirchen, Gelber Lack, Gemeiner Lack, Gülden Lack (Thüringen), Lak (Graubünden), Lackstock, Lackviole, Lamberter Foultcher (Siebenbürgen), Gelbe Levkoje, Majanegelli (Appenzell), Mariastengel (Appenzell), Gelbe Mauerblume, Mayennägeli (Schaffhausen), Gäle Nägeln, Negelviole, Nelke (Hessen), Nelkenviole, Poperli (St. Gallen bei Werdenberg), Stammanägeli (Aargau, Appenzell, St. Gallen), Stockviole (Eifel), Strössburger (Appenzell), Strösserli (Appenzell), Veiali (st. Gallen), Geel Veiel, Gelbe Veigel (Augsburg, Brixen), Vieltjes (Helgoland), Vigeli (Appenzell), Gäl Vilken (Altmark), Gelbe Viole, Viöndli (Graubünden), Viönli (Bern), Geel Violaten.

Stangenlack war im 19. und 20. Jahrhundert eine zeitweise häufig verwendete Schnittblume; an der Wende zum 21. Jahrhundert verlor er seine Bedeutung als Schnittblume. Auch seine Bedeutung als Gartenpflanze hat in Deutschland inzwischen beträchtlich abgenommen, und so wird er heute nur mehr als Zierpflanze genutzt.

Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Chris.urs-o">Wikipedia User Chris.urs-o</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_Sturm06007.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_Sturm06007.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_Sturm06007.jpg</a>Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Leo Michels, Untereisesheim">Leo Michels, Untereisesheim</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jastrow">Wikipedia User Jastrow</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 Unported (CC BY-SA 2.5)">CC BY 2.5</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_JdP_2013-05-02.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_JdP_2013-05-02.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_JdP_2013-05-02.jpg</a>Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ram-Man">Wikipedia User Ram-Man</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_gold_garden_flowers.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_gold_garden_flowers.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_gold_garden_flowers.jpg</a>Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Hans B.commonswiki">Wikipedia User Hans B.commonswiki</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri3.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri3.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri3.jpg</a>Goldlack - Erysimum cheiri; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User EOSfoto">Wikipedia User EOSfoto</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_(muurbloem).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_(muurbloem).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiri_(muurbloem).jpg</a>

Der Goldlack ist eine zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die aufrechte bis aufsteigende Sprossachsen kann im unteren Bereich verholzen (Chamaephyt). Die unteren Laubblätter stehen in einer Rosette und sind kurz gestielt. Ihre Blattspreite ist bis zu 10 Zentimeter lang, lanzettlich und besitzt zweistrahlige Haare. Die Blätter entlang der Sprossachse stehen gedrängt, sind deutlich kleiner und fast sitzend.


Verbreitung/Vorkommen

Der Goldlack ist ein Kulturflüchter und ursprünglich in Südosteuropa, insbesondere im Mittelmeergebiet heimisch, wo er in freier Natur in Felsfluren wächst. In Mitteleuropa ist Goldlack ein inzwischen stellenweise verwilderter und eingebürgerter Archäophyt, der dabei vor allem in wärmeren Lagen vorkommt, einstweilen aber nur verstreut. Gleichwohl befindet sich der Goldlack auch hier in Ausbreitung.

Heimat

Südosteuropa, insbesondere Mittelmeergebiet

Giftigkeit

Aufgrund von herzwirksamen Cardenoliden (Cheiranthin) ist die Pflanze giftig.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Früher verwendete man die Blüten, den Samen und das Kraut des Goldlacks auch als Heilpflanze, u.a. gegen Hautjucken, Geschwüre, bei Milzerkrankungen sowie zur Förderung von Menstruation und Geburt.
Im 1. Jh. beschrieb Dioskurides ein „Leukoion“, das er nach der Blütenfarbe (weiß, gelb, blau oder purpurfarben) in vier Unterarten aufteilte. Nur das gelbe „Leukoion“, das von den Vätern der Botanik als Goldlack gedeutet wurde, diente ihm zur medizinischen Anwendung. Äußerlich als Sitzbad bei Unterleibsbeschwerden und zur Beförderung der Menstruation, in Wachssalbe zur Behandlung von Rhagaden, als Umschlag gegen Milzbeschwerden und Gicht. Eine Abkochung der Früchte sollte die Menstruationsblutung anregen und die Nachgeburt treiben. Die gleichen Anwendungen beschrieb Plinius für die „Viola lutea“. Diese Indikationen wurden von späteren Autoren übernommen.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereGemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - Preiselbeere

Goldlack - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

Aus Goldlack-Blüten wurde ein Gesichtswasser hergestellt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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