Zwerg-Schwertlilie - Iris pumila

Familie: Schwertliliengewächse - Iridaceae

Kategorie: Garten  verwildernde Zierpflanze  

Zwerg-Schwertlilie Info

Iris: gr. iris = Göttin des Regenbogens (vielfarbige Blü­ten); "Schwert­li­lie"
pumilus: zwergartig

Die Zwerg-Schwertlilie ist ein ausdauernder Geophyt, der Wuchshöhen von 10 bis 17 Zentimeter erreicht. Das Rhizom ist kurz und dicht rasenbildend. Der Stängel ist niedrig, fast schon verborgen und fast immer einblütig. Die Laubblätter sind schwertförmig, graugrün, 6 bis 20 Millimeter breit, spitz, stachelspitzig, bis 10 Zentimeter lang und immer länger als der Stängel.

Die beiden Hochblätter sind lanzettlich, oberwärts am Rand breit häutig und am Rücken abgerundet. Die Blüte ist ungestielt. Die Perigonblätter sind meist blauviolett, können seltener aber auch blassrot, gelb oder weiß sein. Die Perigonröhre ist 5 bis 7 Zentimeter lang und ragt aus dem obersten Hochblatt heraus. Sie ist ebenso lang oder länger als die Perigonzipfel. Die äußeren Perigonabschnitte sind bis 5 Zentimeter lang und kürzer als die inneren. Die Griffel weisen lanzettliche und an den Rändern gezähnte Äste auf. Die Staubfäden sind fast ebenso lang wie die Staubbeutel. Die Kapselfrucht ist länglich, eiförmig-dreikantig, 4 bis 6 Zentimeter lang und spitz. Die Samen sind eiförmig und 4 bis 7 Millimeter lang. Ihre Schale ist fleischig und bald runzelig.

Die Blütezeit liegt im April und Mai. Die Blüten sind nektarlose Täuschblumen.


Standort

Die kalkliebende Art wächst hier stellenweise in der Ebene auf steinigen, sonnigen und sandigen Abhängen und Höhenlagen bis 650 Meter.

Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Zwerg-Schwertlilie reicht von Niederösterreich, die Slowakei, Ungarn, den nördlichen Balkan, das südliche Russland, den Kaukasus, Transkaukasien bis nach Sibirien. In Mitteleuropa kommt sie ursprünglich westlich nur bis Niederösterreich vor, verwilderte aber an zahlreichen Stellen.

In Österreich ist die Zwerg-Schwertlilie im pannonischen Gebiet heimisch: Burgenland, Wien, Niederösterreich, in Oberösterreich ist sie ausgestorben. Sie wächst hier in Felssteppen und steinigen, lückigen Trockenrasen.

Sonstiges

Man kann zwei Unterarten unterscheiden:

Iris pumila subsp. attica (Boiss. & Heldr.) K.Richt. (Syn.: Iris attica Boiss. & Heldr.): Sie kommt vom Mazedonien bis Griechenland vor.
Iris pumila subsp. pumila: Sie kommt von Mitteleuropa bis zum Kaukasus vor.

Zwerg-Schwertlilie Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett; gelb; weiß;
Höhe/Länge von 1cm bis 15cm
Blütezeit von April bis Mai
Lebensraum: Gärten und Parks;
Blütenstand: Endständige Einzelblüte
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 700m

Zwerg-Schwertlilie Garten / Anbau

Die im Gartenhandel als Iris pumila bezeichneten Pflanzen sind meist Sorten aus der Gruppe Iris Barbata-Nana, die aus Iris lutescens hervorgegangen ist.

Dr. Koll Gemmoextrakt: Vitis vinifera - WeinrebeGemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana luteaGemmoextrakt: Rubus idaeus - Himbeere

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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