Maca - Lepidium meyenii

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze

<b>Maca - <i>Lepidium meyenii</i></b>
Maca - Lepidium meyenii
Bildquelle: Wikipedia User Panoramio upload bot; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii,_Maca,_%D4%BF%D5%B8%D5%BF%D5%A5%D5%B4_%D5%84%D5%A5%D5%B5%D5%A5%D5%B6%D5%AB,_%D0%9A%D0%BB%D0%BE%D0%BF%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B8%D0%BA_%D0%9C%D0%B5%D0%B9%D0%B5%D0%BD%D0%B0_-_panoramio.jpg


Lepidium: gr. lepidion = Schüppchen, Deminutiv zu lepis = Schup­pe (Fruchtform); "Kresse"

andere Namen: Peru Ginseng


Maca - Lepidium meyenii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Mr.Rosewater">Wikipedia User Mr.Rosewater</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii.jpg</a>Maca - Lepidium meyenii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Mr.Rosewater">Wikipedia User Mr.Rosewater</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii,_Tsaghkadzor,_in_culture.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii,_Tsaghkadzor,_in_culture.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lepidium_meyenii,_Tsaghkadzor,_in_culture.jpg</a>

Die Maca-Pflanze oder Peru Ginseng (Lepidium meyenii) gehört zur Gattung der Kressen (Lepidium) in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Erscheinungsbild, Knolle und Blatt

Das auch Lepidium peruvianum genannte Gewächs wächst als zwei- oder selten einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von nur etwa 20 Zentimetern. Wohl als Anpassung an starken Wind wächst sie in flachen Matten.

Als Speicherorgane werden rübenförmige Hypokotyl-Knollen gebildet, die bei einer Länge von 2 bis 5 oder 10 bis 14 Zentimetern und einem Durchmesser von 3 bis 5  Zentimetern birnenförmig sind und viel Wasser enthalten. Die Farben (weiß, gelb, rosafarben bis rot) und auch andere Merkmale der Maca-Sorten unterscheiden sich.

Die bis zu zwanzig liegenden verkehrteilanzettlichen Laubblätter mit bis zu 20 cm langen Stielen entspringen rosettig an der Wurzel. Die Blätter sind doppelt fiederschnittig und ein bisschen leierförmig, mit fleischigen Fiedern.

Blütenstand und Blüte

Die rispigen Gesamtblütenstände erscheinen zuerst im Zentrum der Rosette und später dann an den generativen Trieben mit reduzierten, gelappten Blättern und ist aus 1 bis 2, selten bis zu 5 Zentimetern langen traubigen Teilblütenständen zusammengesetzt. Ein generativer Trieb kann bis zu 1000 Blüten aufweisen. Die ersten Blüten können aber auch einzeln an der Rachis erscheinen. Die kurz gestielten, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig. Die vier grünen, konkaven Kelchblätter sind eiförmig. Die vier Kronblätter sind cremeweiß. Es erfolgt Selbstbefruchtung. Es sind nur zwei bis drei fertile Staubblätter vorhanden und mehrere Staminodien. Die gelben Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz. An der Basis des Fruchtknotens befinden sich vier grüne Nektarien, zwei auf jeder Seite der Staubblätter.

Frucht und Samen

Die 4 bis 5 mm langen und 2,5 mm breiten Schötchen öffnen sich mit zwei keilförmigen Klappen, die jeweils nur einen Samen enthalten. Die gräulich bis orange-braunen, glatten, abgeflachten und gefurchten Samen sind bei einer Länge von 2 bis 2,5 mm eiförmig.

Die Pflanze ist sehr frostbeständig und wächst bis in eine Höhe von 4400 Meter.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 64.


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Verbreitung/Vorkommen

Sie ist in den peruanischen Regionen Moquegua sowie Puno beheimatet. Maca wird in den oberen Höhenlagen der peruanischen Anden seit ungefähr 2000 Jahren angebaut und wird als Nahrungs- und Heilpflanze verwendet.

Verwendung in der Küche

Verwendung als Nahrungsmittel

Die süßlich schmeckenden Knollen werden gegessen. Sie können langsam gebacken werden oder nach dem Trocknen gekocht und zu einem süßen, aromatischen Brei verarbeitet werden, der in Südamerika mazamorra genannt wird. Der Nährwert getrockneter Maca-Knollen ist hoch, vergleichbar mit dem von Mais, Reis und Weizen. Es sind 59 % Kohlenhydrate, 10,2 % Proteine, 8,5 % Faserstoffe und 2,2 % Lipide enthalten. Sie zeichnen sich aus durch einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren, und der Anteil an Eisen sowie Calcium ist höher als in Kartoffeln. Maca-Knollen enthalten einen hohen Anteil an Fettsäuren, beispielsweise Linolen-, Palmitin- und Ölsäure. Sie sind reich an Sterolen und Mineralen. Die getrockneten Knollen enthalten 13 bis 16 % Proteine und sind reich an essentiellen Aminosäuren. Frische Knollen besitzen meist einen hohen Anteil an Jod sowie Eisen und auch geringe Mengen an Alkaloiden, Tanninen und Saponinen. Getrocknete Knollen speichern Inhaltsstoffe gut, beispielsweise enthalten 7 Jahre alte Knollen noch 9 bis 10 % Proteine. Getrocknete Knollen sind braun, weich und süß mit einem moschusartigen Geschmack, der für mindestens zwei Jahre erhalten bleibt. Junge Blätter werden roh oder gegart gegessen. Sie besitzen einen scharfen, an Kresse erinnernden Geschmack.

Inhaltsstoffe

Die Maca-Knolle enthält Eiweiße, Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kohlenhydrate, Phosphor, Zucker, Stärkestoffe, Mineralstoffe und eine Reihe von Vitaminen.

Außerdem kommen verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe in der Knolle vor. In erster Linie sind dies Senfölglykoside (Glucotropaeolin). Auch Imidazol-Alkaloide (Lepidilin), mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Macaene), benzylierte Amide (Macamide) und Steroide (beispielsweise β-Sitosterol) wurden nachgewiesen.
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Sonstige Verwendung

Die Maca-Pflanze ist extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt: starke Temperaturschwankungen, kontinuierlich kräftige Winde und intensive UV-Strahlung durch die Höhenlage. Insgesamt handelt es sich bei Maca um eine robuste Pflanze mit hoher Widerstandskraft.

Der Anbau von Maca erfolgte ursprünglich in einem begrenzten Gebiet der peruanischen Anden um den Junín-See herum, in Höhenlagen zwischen 4000 und 4400 Metern. Auch heute noch wird die Pflanze in ihrem traditionellen Verbreitungsgebiet angebaut. Die Pflanze zieht sich die benötigten Nährstoffe aus dem vulkanischen Boden (hoher Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen). Daher kann die Pflanze in der ersten Saat ohne Dünger gepflanzt werden. Bei der zweiten Saat wird ausschließlich mit natürlichem Lama- oder Schafmist gedüngt. Sobald die zweite Saat ausgewachsen und geerntet ist, liegt das Feld für bis zu 8 Jahre brach. Wie bei allen Vertretern der Brassicaceae wird Maca auch vom Erreger der Kohlhernie heimgesucht. Eine weite Fruchtfolge ist die einzig effektive Bekämpfung der Krankheit. Die Anbauzeit ist der peruanische Frühling (entspricht etwa dem europäischen Oktober). Geerntet wird in den Monaten Juli / August. In der chinesischen Provinz Yunnan wird Maca inzwischen industriell angebaut und verarbeitet. Die wegen ihrer historischen Altstadt berühmte Weltkulturerbestadt Lijiang ist das Zentrum des Anbaus. Rund 100.000 Menschen sind damit beschäftigt und produzierten 2014 bereits für rund 600 Millionen € Maca-Produkte. Nach Ergebnissen der Yunnan Agriculture University in Kunming wächst die „Wunderpflanze“ optimal auf Höhen von 2800 bis 3500 m und Temperaturen von 5 bis 10 °C.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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