Gartenkresse - Lepidium sativum

Familie: Kreuzblütler

Kategorie: Heilpflanze  Gewürzpflanze  Garten  Salatpflanze  verwildernde Zierpflanze  

Gartenkresse Info

Lepidium: gr. lepidion = Schüppchen, Deminutiv zu lepis = Schup­pe (Fruchtform); "Kresse"
sativus: gesät, angepflanzt

Die meistverbreitete einjährige Gartenkresse stammt vermutlich aus dem vorderen Orient, ihre Samen wurden schon in alten Pharaonengräbern gefunden. Auch Griechen und Römer schätzten sie, Karl der Große verordnete ihren Anbau in seinen Kapitularien.

Vegetative Merkmale

Die Gartenkresse ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis zu 40 Zentimetern. Die Stängel sind aufrecht, kahl, bläulich grün und nach oben verzweigt. Die Laubblätter sind dünn, hellgrün und wenigstens am Rande des Blattstiels borstlich behaart. Die Grundblätter sind meist leierförmig-fiederschnittig mit meist verkehrt-eiförmigen, eingeschnittenen oder gezähnten, stachelspitzigen Abschnitten. Die unteren Stängelblätter sind meist doppelt bis einfach fiederschnittig, mit gezähnten, stachelspitzigen Abschnitten. Die mittleren und oberen Stängelblätter sind von verschiedener Form, meist etwas fiedrig zerschlitzt, seltener nur gezähnt. Die obersten Stängelblätter sind meist linealisch, ganzrandig und spitz.

Generative Merkmale

Die traubigen Blütenstände sind end- oder seitenständig.

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimetern elliptisch und auf dem Rücken oft borstig-flaumig. Die vier weißen bis rosafarbenen Blütenkronblätter sind 1,5- bis 1,7-mal so lang wie die Kelchblätter; sie sind länglich-spatelförmig. Die Staubbeutel sind oft violett.

Die Schoten sind meist 5 bis 6 Millimeter lang und 3 bis 4 Millimeter breit, etwas zusammengedrückt und von der Mitte bis zur Spitze deutlich geflügelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Heimat

vermutlich West- oder Zentralasien

Verwendung in der Küche

Gartenkresse schmeckt roh beißend scharf, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was am Gehalt an Senfölglykosiden liegt. In den Lebensmittelhandel gelangen und in der Küche verwendet werden vor allem die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können.

Verwendet werden die Sorten dieser Art frisch für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Quarkbasis, und für Salate. Manchmal streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Auch beliebt sind gehackte Gartenkresseblätter auf Butter- oder Schmalzbrot.

Inhaltsstoffe

Gartenkresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure aus. Außerdem enthält sie Vitamin B. Leicht zu kultivieren, eignet sich Gartenkresse vor allem im Winter, wenn frisches Obst und Gemüse rar sind, zur Nahrungsergänzung. Weitere Inhaltsstoffe, die für ihren Geschmack verantwortlich sind, sind Ethylisothiocyanat und Benzylisothiocyanat sowie Phenylacetonitril (Benzylcyanid).

Gartenkresse Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;
Höhe/Länge von 20cm bis 70cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gärten und Parks; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattrand: ganzrandig;
Trockenfrüchte: Schote
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Bodenfeuchte: feucht;

Gartenkresse Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Cistiflorae - Cistusblütige
Ordnung:
Capparales - Kapernstrauchartige (Cruciales)
Familie:
Brassicaceae
Gattung:
Lepidium
Art:
sativum

Gartenkresse Garten / Anbau

Ausaat von 1 bis 12
Saatort: Vorkultur
Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Feuchte: feucht;

Gartenkresse sät man am einfachsten in Saatschalen auf Küchenpapier am Fensterbrett. Bereits eine Woche nach Aussaat kann geernet werden!

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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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