Gold-Fingerkraut - Potentilla aurea

Familie: Rosengewächse

Kategorie: Heilpflanze  Alpenpflanze  

Gold-Fingerkraut Info

Potentilla: lat. potens = mächtig, -illa = Deminutiv (wg. der Heil­kraft); "Fin­gerkraut"
aurantius: orangerot

Das Gold-Fingerkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 5 bis 35 Zentimetern erreicht. Der bogig aufsteigende und verzweigte Stängel ist anliegend behaart und reich beblättert. Die lang gestielten Grundblätter sind fünfzählig gefingert. Die Blattoberseite ist matt glänzend grün; blattunterseits gegen das Licht betrachtet ist die Blattaderung durchscheinend. Der Blattrand ist seidig behaart.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Es werden nur wenige Blüten je Pflanze gebildet. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 15 bis 20 Millimetern radiärsymmetrisch. Der Kelch sowie der Außenkelch sind gleich lang. Die goldgelben Kronblätter sind verkehrt-herzförmig, leicht ausgerandet und am Grund befindet sich ein orangefarbener Fleck (Saftmal). Es sind etwa 20 Staubblätter vorhanden.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, seltener 28 oder 56.

Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen. Die Fortpflanzung erfolgt auf dem Weg der Amphimixis.

Die Früchtchen werden durch Endozoochorie ausgebreitet.


Standort

Es gedeiht am besten auf trockenen, nährstoffarmen und etwas sauren, humusreichen Lehmböden. Es besiedelt in Mitteleuropa alpine Matten und Weiden, auch an Standorten mit langer Schneebedeckung; es geht aber auch ins Legföhrengebüsch.

Besonders reiche Bestände findet man auf extensiv genutzten Weiden, weil die Samen des Gold-Fingerkrauts durch Viehkot ausgebreitet werden.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Gold-Fingerkrautes umfasst die Alpen sowie die Gebirge Süd- und Mitteleuropas in Höhenlagen zwischen 1300 und 3200 Metern. Es kommt in Mitteleuropa im Feldberggebiet im Südschwarzwald, in den Alpen und im Schweizer Jura zerstreut vor, und es tritt dort oft in lockeren, individuenreichen Beständen auf; in den Vogesen kommt es vereinzelt vor.

Inhaltsstoffe

Das Gold-Fingerkraut enthält vor allem Gerbsäure, Glykoside, Tormentol, ätherische Öle, Gummi, Stärke und Harz.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Das Gold-Fingerkraut ist eine alte Heilpflanze. Der Tee wird gegen Durchfall verwendet. Es gilt in der Volksmedizin heute noch als sicheres Mittel gegen Zuckerkrankheit, auch krampflösendes Mittel für Magen-Darm-Trakt und bei Muskelkrämpfen. Als Gurgelwasser bei Halsentzündung und Zahnfleischbluten und als Badezusatz für schlecht heilende, infizierte Wunden.

Gold-Fingerkraut Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von Juni bis September
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gebirge; Magerrasen; Magerwiesen; Mittelgebirge; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gesägt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Nebenblätter (kleine Seitenblätter am Blattgrund);
Häufigkeit: sehr häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 1100m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2500m
Bestäubungsart: Fliegenbestäubung;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffarm;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: mäßig trocken; wechselfeucht;

Gold-Fingerkraut Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Rosales - Rosenartige
Familie:
Rosaceae
Gattung:
Potentilla
Art:
aurea

Gold-Fingerkraut Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: mäßig trocken; wechselfeucht;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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