Fluß-Greiskraut - Senecio sarracenicus

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik

<b>Fluß-Greiskraut - <i>Senecio sarracenicus</i></b>
Fluß-Greiskraut - Senecio sarracenicus
Bildquelle: gemeinfrei; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Senecio: lat. senex, senis = Greis (weißer Pappus, Greisen­haar); "Greis­kraut"

andere Namen: Fluss-Kreuzkraut, Syn.Senecio fluviatilis, Syn.Senecio ganpinensis, Syn.Senecio kematongensis, Syn.Senecio nemorensis var. octoglossus, Syn.Senecio nemorensis var. subinteger, Syn.Senecio nemorensis var. taiwanensis, Syn.Senecio nemorensis var. turczaninowii, Syn.Senecio octoglossus, Syn. Senecio sarracenicus, Senecio sarracenicus var. turczaninowii Senecio


Fluß-Greiskraut - Senecio sarracenicus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fice">Wikipedia User Fice</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Es handelt sich um einen ausdauernden Hemikryptophyten, dessen Sprosse 60 bis 150 (ausnahmsweise 200) Zentimeter hoch werden. Die Pflanze verfügt über ein fleischiges Rhizom; zudem bildet sie weit reichende Wurzelausläufer. Als Anpassung an die sauerstoffarmen Sumpfstandorte weist die Wurzelrinde lufterfüllte Räume auf (die Art wird daher als helomorph bezeichnet). Der Stängel ist markig ausgefüllt und im oberen Abschnitt drüsenhaarig. Die Laubblätter sind ungeteilt und kahl; sie haben eine lanzettliche Form, wobei sie etwa fünf- bis sechsmal so lang wie breit sind. Dies ist ein Unterscheidungsmerkmal zum Sumpf-Greiskraut (Senecio paludosus), dessen Blätter schmaler gebaut sind, nämlich sieben- bis fünfzehnmal so lang wie breit. Die an ihrer Basis halb stängelumfassenden Blätter des Fluss-Greiskrautes sind scharf gesägt; die Zähne sind zur Blattspitze hin ausgerichtet.

Der Gesamtblütenstand ist vielköpfig. Die Blütenköpfchen weisen eine glockige Hülle auf, die außen fünfblättrig ist. Sie bestehen aus Röhren- und Zungenblüten. Von letzteren gibt es in der Regel sieben oder acht je Blütenköpfchen; ihre Farbe ist goldgelb. Die Blütenstände werden im Spätsommer (August/September) ausgebildet. Die Bestäubung findet durch Insekten oder mittels Selbstbestäubung statt. Die Ausbreitung der Samen erfolgt über Windverbreitung, Anhaftung (Klettverbreitung) und Ameisen.


Standort

Das Fluss-Greiskraut ist eine wärmeliebende Stromtalpflanze, die auf nassen, zeitweise überfluteten, nährstoff- und basenreichen, humosen, sandig-kiesigen oder rein tonigen Böden gedeiht. Sie kommt bevorzugt in staudenreichen Saumgesellschaften an Ufern von Flüssen und Altwassern vor. Es ist die Kennart der in Deutschland gefährdeten Flussgreiskraut-Gesellschaft (Senecionetum fluviatilis Th. Müller ex Straka in Mucina 1993).

Verbreitung/Vorkommen

Die Art ist subatlantisch bis subkontinental in Teilen Europas und Westasiens verbreitet. Es werden fast ausschließlich Flusstäler besiedelt; in Deutschland vor allem diejenigen von Weser, Leine, Elbe, Oder, Nieder- und Mittelrhein, Main und Donau. Im Bergland und etwa im Südwesten Deutschlands fehlt das Fluss-Greiskraut.
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Fluß-Greiskraut - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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