Gewöhnliches Greiskraut - Senecio vulgaris

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Frühblüher Alpenpflanze

<b>Gewöhnliches Greiskraut - <i>Senecio vulgaris</i></b>
Gewöhnliches Greiskraut - Senecio vulgaris
Bildquelle: Wikipedia User Enrico Blasutto; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Senecio: lat. senex, senis = Greis (weißer Pappus, Greisen­haar); "Greis­kraut"
vulgaris: allgemein, gewöhnlich

andere Namen: Gemeines Greiskraut, Gemeines Kreuzkraut

Im August 2009 wurde in einer abgepackten Rucola-Salatmischung eines Lebensmitteldiscounters das giftige Greiskraut entdeckt.
Unsere Lösung des Problems: Wer das Kraut gerne isst, der sollte Rucola im Garten oder Balkon selber anbauen - die Pflanze ist pflegeleicht und wächst unkrautartig!


Gewöhnliches Greiskraut - Senecio vulgaris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Gewöhnliches Greiskraut - Senecio vulgaris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Pichard">Wikipedia User Pichard</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gewöhnliches Greiskraut - Senecio vulgaris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User EugeneZelenko">Wikipedia User EugeneZelenko</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Senecio_vulgaris-2.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Senecio_vulgaris-2.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Senecio_vulgaris-2.jpg</a>

Es handelt sich um eine einjährige oder einjährig überwinternde krautige Pflanze.

Das Gewöhnliche Greiskraut ist unter den Greiskräutern sehr leicht an seiner geringen Größe und den fehlenden Zungenblüten zu erkennen. Es erreicht Wuchshöhen zwischen 10 cm und 30 cm. Die mehr oder weniger kahlen Blätter sind fiederspaltig oder unregelmäßig bis eiförmig gefiedert. Die Fiederlappen sind gezähnt oder gespalten.

Die Köpfchen besitzen eine doppelte Hülle. Die Außenhülle besteht aus meist 10 schmal lanzettlichen oder pfriemlichen kleinen Hüllblättern, deren oberer Teil fast bis zur Hälfte schwarz oder dunkelbraun gefärbt ist. Die zylinderförmigen oder nach oben verengten Blütenköpfchen sind ziemlich klein: etwa 4 mm breit und 8 mm lang. Zungenblüten fehlen hier vollständig, während die anderen Greiskraut-Arten oft gut ausgebildete, mindestens aber kurze und zurückgerollte Zungenblüten besitzen.
Das Gewöhnliche Greiskraut ist ein Therophyt, sommer- oder winterannuell (und dann oft eine Halbrosettenpflanze). Die Blüten sind ohne Blühperiodizität und blühen deshalb auch im Winter. Es sind „Körbchenblumen“, deren Körbchen mit 60 bis 80 zwittrigen Röhrenblüten besetzt ist. Nur ausnahmsweise sind auch Zungenblüten vorhanden. Die Hüllblätter sind anliegend und spreizen sich zur Reife. Bestäuber sind Bienen und Schwebfliegen; auch spontane Selbstbestäubung ist erfolgreich. Die Früchte sind Achänen mit Pappus; sie werden durch den Wind verbreitet (Schirmchenflieger). Die Fruchtwand ist mit weichen Haaren besetzt, die bei Feuchtigkeit Schleimfäden absondern. Dadurch wird auch die Frucht im Keimbett befestigt (Klebausbreitung). Auch Versteckverbreitung durch Wiesen-Ameisen der Gattung Tetramorium ist möglich. Als Ruderalpflanze wird sie auch durch den Menschen verbreitet. Die Fruchtreife ist ab März.


Verbreitung/Vorkommen

Das Gewöhnliche Greiskraut ist eine typische Ruderalpflanze. Sie wächst an nicht allzu trockenen, möglichst stickstoffreichen Stellen wie auf Äckern, in Gärten, Baustellen usw. Es ist fast überall häufig.

Giftigkeit

Das Gemeine Greiskraut kann bei Mensch und Tier lebensbedrohliche Leberschäden verursachen!

Inhaltsstoffe

Wie die meisten Korbblütler Sesquiterpenlactone
Spasmo-Entoxin®Broncho-Entoxin® NMagen-Darm-Entoxin® NProstata-Entoxin® N

Gewöhnliches Greiskraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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