Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquilegiifolium

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Bienenblume

<b>Akeleiblättrige Wiesenraute - <i>Thalictrum aquilegiifolium</i></b>
Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquilegiifolium
Bildquelle: © Bönisch 2009 - All rights reserved

Thalictrum: gr. thaliktron = grünes Kraut; "Wiesenraute"

andere Namen: Kaisertee, Brusttee, Lungenkraut


Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquilegiifolium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bff">Wikipedia User Bff</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Akeleiblättrige Wiesenraute - Thalictrum aquilegiifolium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Alpsdake">Wikipedia User Alpsdake</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thalictrum_aquilegiifolium_var._intermedium_(bud).JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thalictrum_aquilegiifolium_var._intermedium_(bud).JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thalictrum_aquilegiifolium_var._intermedium_(bud).JPG</a>

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter am Stängel sind zwei- bis dreifach gefiedert und enthalten einen gelben Farbstoff der zum Färben von Wolle genutzt wurde. Die Blätter ähneln denen der Akelei verblüffend.

Die blauen (violett) farbigen Blüten sind in einer kompakt erscheinenden rispigen Blütenstand. Die Staubblätter sind zahlreich in einer Kugel büschelig angeordnet. Diese sind auffallend gefärbt und haben die Funktion des Schauapparats übernommen. Dies ist einmalig in der heimischen Flora, ansonsten aber auch bei Myrten, Eukalypten und afrikanischen Akazien. Die Pflanze bietet Pollen statt Nektar, sichert aber durch ihren Schauapparat die Bestäubung durch Insekten.


Verbreitung/Vorkommen

Generell ist diese Art in den Alpen bzw. Voralpen und bis Ostasien verbreitet. Diese Art bevorzugt als Standort feuchte Gebüsche und Wälder und liebt stickstoffreiche basische Böden.

Im deutschen Mittelgebirge und Alpen kommt die Akeleiblättrige Wiesenraute selten vor und gehört deshalb auch zu den schonungsbedürftigen Pflanzen.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Wurde früher als Heilkraut gegen Wechselfieber angewendet.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Vitis vinifera - WeinrebeDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgare

Akeleiblättrige Wiesenraute - Garten/Anbau

Ausaat von 8 bis 3
Lichtanspruch: Halbschatten; Licht; Schatten;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;
Boden PH-Wert: basisch;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Akeleiblättrige Wiesenraute in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Sonstiges

Bienenbestäubung. Übergang zu Windblütigkeit

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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