Galmei-Hellerkraut - Thlaspi calaminare

Familie: Kreuzblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Galmei-Hellerkraut Info

Thlaspi: gr. Pflanzenname, gr. thla-ein = zerquetschen (Frucht­form); "Tä­schelkraut", "Hellerkraut"

andere Namen: Galmei-Täschelkraut, Thlaspi alpestre subsp. calaminare

Das Galmei-Hellerkraut ist schwermetallresistent.

Galmei-Hellerkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Es werden mehrere kahle (unbehaarte) Stängel ausgebildet, die sitzende, am Grund geöhrte, stängelumfassende Blätter aufweisen. Die Grundblätter wachsen rosettig. Die Blütenstände sind zunächst nur kurz und dicht, verlängern sich dann jedoch während der Fruchtreife. Die bis zu etwa 3,5 mm langen Kronblätter sind weiß gefärbt mit einem leichten Hauch von Lila. Im Gegensatz zum sehr ähnlichen Gebirgs-Hellerkraut sind hier die Kronblätter länger als die Staubblätter. Der Griffel ist mit 1 bis 1,3 mm nur wenig länger als die Ausrandung der Frucht. Blütezeit ist von April bis Juni.


Standort

Das Galmei-Hellerkraut wächst rasenbildend auf offenen, trockenen, nährstoffarmen, basenreichen und schwermetallhaltigen Schotterböden. Die Art kann einen höheren Anteil von Zinksalzen im Boden ertragen. Dazu werden in den Blättern mehr als 20 Prozent des Aschengewichts an Zinkoxiden angesammelt.

Verbreitung/Vorkommen

Die Verbreitung des Galmei-Hellerkrauts beschränkt sich neben Belgien und den Niederlanden endemisch auf Teile im Nordwesten Deutschlands, wodurch diesem Land eine sehr große Verantwortlichkeit zur Arterhaltung zufällt. Abgesehen von einem isolierten Fundort am niedersächsischen Silberberg in der Nähe von Osnabrück kommt die Art noch im Rheinland vor, wo sie nicht streng an Galmeifluren gebunden ist. Man findet sie auch auf den Trassen alter Lorenbahnen oder im Bereich ehemaliger Erzstollen (z. B. im Ahrtal). Wie andere Galmeipflanzen, etwa das Gelbe Galmei-Veilchen und die Galmei-Frühlings-Miere, ist Thlaspi calaminare Bestandteil einer eiszeitlichen alpinen Reliktflora. Die taxonomische Abgrenzung zum Gebirgs-Hellerkraut ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Galmei-Hellerkraut Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett; weiß;
Höhe/Länge von 10cm bis 30cm
Blütezeit von April bis Juni
Lebensraum: Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Trockenfrüchte: Schote
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufe min: 800m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1500m
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: trocken;

Galmei-Hellerkraut Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Cistiflorae - Cistusblütige
Ordnung:
Capparales - Kapernstrauchartige (Cruciales)
Familie:
Brassicaceae
Gattung:
Thlaspi
Art:
calaminare

Galmei-Hellerkraut Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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