Vielblättrige Lupine - Lupinus polyphyllus

Familie: Fabáceae - Schmetterlingsblütler

Lupinus polyphyllus
Bildquelle: Bönisch 2009
Kategorie: Garten Giftpflanze stickstoffanreicherer winterhart Neophyt Bauerngarten Garten-Tip Guerilla Gardening

Lupinus: lat. lupus = Wolf (wg. der Behaarung der Hülse, alter Na­me "Wolfs­bohne"); "Lupine"
polyphyllus: vielblättrig

andere Namen: Stauden-Lupine

Die meisten Leguminosen gehen in ihren Wurzelknöllchen eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien (Rhizobium) ein und tragen dadurch zur Fruchtbarkeit des Bodens bei (s. Gründüngung) bzw. sind dadurch in extrem stickstoffarmen Böden z.B. Akazien in der „Wüste“ erst lebensfähig.

Die Vielblättrige Lupine ist eine aufrechte, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 cm erreicht. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die Pflanzen sind meist nicht verzweigt. Die wechselständig angeordneten, gefingerten Laubblätter bestehen aus neun bis 17 lanzettlich-spitzen Blättchen, die etwa 3 bis 15 cm lang sind. Die Nebenblätter sind mit den Blattstielen verwachsen.

Der endständige, aufrechte, traubige Blütenstand ist bis zu 50 cm lang mit 50 bis 80 Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die Naturform hat blaue, selten weiße Kronblätter. Die Blütenkronblätter bilden Schiffchen, Flügel und Fahne; Die Fahne ist etwas kürzer als die Flügel. Es sind zwei Kreis mit je fünf Staubblättern vorhanden. Es ist nur ein Fruchtblatt vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln und verwandte Arten. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis Anfang August.

Die behaarte, abgeflachte, gekrümmte Hülsenfrucht ist 2,5 bis 6 cm lang und enthält vier bis zwölf Samen. Die kugeligen Samen sind gräulich mit dunklen Flecken und etwa 3 bis 5 cm lang.


Inhaltsstoffe

Sie sind giftig durch Chinolizidin-Alkaloide (Lupinan, Hydroxilupinan), besonders die Samen.

Bönisch 2009Bönisch 2009

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