Degens Eisenhut - Aconitum degenii subsp. paniculatum

Familie: Ranunculáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze

<b>Degens Eisenhut - <i>Aconitum degenii</i></b>
Degens Eisenhut - Aconitum degenii
Bildquelle: Wikipedia User Sporti; Bildlizenz: CC BY 2.5;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1475-1.jpg


Aconitum: wahrscheinl. n. d. Berg Akonitos in Pontos (Klein­asi­en), dort holte Her­kules den Höllenhund Kerberos aus dem Hades (Un­ter­welt), aus des­sen Geifer er­wuchs die Pflanze; "Eisenhut" (wg. der helm­artigen Blü­ten­form)


Degens Eisenhut - Aconitum degenii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Epibase">Wikipedia User Epibase</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Degens Eisenhut - Aconitum degenii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sporti">Wikipedia User Sporti</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1475-2.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1475-2.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1475-2.jpg</a>Degens Eisenhut - Aconitum degenii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sporti">Wikipedia User Sporti</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 Unported (CC BY-SA 2.5)">CC BY 2.5</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1170-1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1170-1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aconitum_degenii_PID1170-1.jpg</a>

Der Rispen-Eisenhut wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 40 bis 300 cm. Der aufrechte oder überhängende Stängel ist ausgebreitet verzweigt. Die oberen Stängelteile sind die klebrig, flaumig-drüsig behaart. Die wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter besitzen unterseits eine deutliche Netznervatur.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September . Die Vorblätter sind lineal. Die Blütenstiele sind abstehend drüsig behaart. Die zygomorphen Blüten sind blauviolett und auf dem Rücken drüsig behaart. Der Helm ist höchstens so hoch als breit. Die gebogenen Nektarien erreichen den Helmgipfel und der Stiel der Nektarblätter ist gebogen. Die Samen sind braun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16 oder 32.


Standort

Auf den Rispen-Eisenhut kann man in Schluchten und Grauerlenwäldern subalpiner Hochstaudenfluren treffen .

Verbreitung/Vorkommen

Für den Rispen-Eisenhut werden Fundorte in Österreich, im südlichen Deutschland, in der Schweiz, im nordwestlichen früheren Jugoslawien, nördlichen Italien und südöstlichen Frankreich angegeben .

Giftigkeit

Die Giftigkeit ist von der Eisenhutart, den Standortbedingungen sowie den genetischen Faktoren der einzelnen Pflanze abhängig. Das Aconitin wird rasch durch die unverletzte Haut aufgenommen, erst recht gilt dies für die Schleimhäute, so dass Kinder gefährdet sind, wenn sie beispielsweise mit den Blüten spielen. Bei zarthäutigen Personen kann bereits eine Berührung zu Nesselausschlägen führen. Der Verzehr einiger weniger Gramm der Pflanze führt in der Regel zu Herzversagen und Atemstillstand, ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Der Pflanzenname Wolfswurz entstand aus der Verwendung des Eisenhuts als Wolfsgift. Alle Teile der Pflanze sind sehr giftig. Sie gilt als die giftigste Pflanze Europas. Die Knolle enthält zwischen 0,2 und 3 % Aconitin, je nach Jahreszeit und Größe. Das Gift öffnet die Natriumkanäle der Zellen und bewirkt eine unkontrollierte Dauererregung, die bis zur völligen Erschöpfung der Zellfunktion führt.
Bei kurzzeitigem Kontakt des Gifts mit der Haut werden die Nervenzellen erregt, sodass sich Wärmegefühl, Brennen und Prickeln einstellen. Bei längerer Exposition geht die Erregung in Taubheit und Lähmung über. Selbiges äußert sich bei oraler Aufnahme – Prickeln über Taubheit bis Lähmung der Zunge und Lippen. Bei Einnahme kommt es zu Kälteempfindlichkeit, Übelkeit, Darmkoliken, nervöser Erregung, Ohrensausen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Krämpfen (z. B. Schlingkrämpfen) sowie in schweren Fällen zu Lähmungen. Der Herzrhythmus beschleunigt sich und der Tod tritt meistens infolge einer Lähmung der oberen Atemmuskulatur ein. Verantwortlich ist eine Blockade der Muskelendplatten durch das Gift.

Inhaltsstoffe

Die Eisenhut-Arten zählen zu den giftigsten Pflanzen Europas, sie enthalten toxische Diterpen-Alkaloide, die sich in allen Pflanzenteilen finden. Im Wesentlichen handelt es sich um die Alkaloide Aconitin, Benzoylnaponin, Hypaconitin, Lycaconitin und Neopellin, und die Aminoalkohole Aconin, Napellin, Neolin und Lycoctonin, die in unterschiedlichen Konzentrationen nachweisbar sind. Daneben sind in manchen Arten noch Isochinolin-Alkaloide oder Katecholamine enthalten. Alkaloide: Aconitin (Diterpenalkaloid), Picroaconitin, Mesaconitin, Hypaconitin.Alkamine: Aconin (Durch Zerfall in wässriger Lösung aus Aconitin), Napellin, Neopellin, Neolin.
Die Eisenhut-Arten zählen zu den giftigsten Pflanzen Europas, sie enthalten toxische Diterpen-Alkaloide, die sich in allen Pflanzenteilen finden. Im Wesentlichen handelt es sich um die Alkaloide Aconitin, Benzoylnaponin, Hypaconitin, Lycaconitin und Neopellin, und die Aminoalkohole Aconin, Napellin, Neolin und Lycoctonin, die in unterschiedlichen Konzentrationen nachweisbar sind. Daneben sind in manchen Arten noch Isochinolin-Alkaloide oder Katecholamine enthalten.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - EsskastanieDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgare

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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