Zwerg-Glockenblume - Campanula cochleariifolia

Familie: Glockenblumengewächse

Kategorie: Alpenpflanze  

Zwerg-Glockenblume Info

Campanula: lat. = Glöckchen (Blütenform); "Glockenblume"

andere Namen: Kleine Glockenblume, Niedrige Glockenblume, Zierliche Glockenblume

Die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) ist eine Pflanzenart der Gattung Glockenblumen (Campanula). Die Art ist nach dem Löffelkraut (Cochlearia) benannt, da die Form der Grundblätter ähnlich sind.

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 5 bis 15 Zentimeter und wächst oft als rasige Staude mit sterilen Blattrosetten. Der Stängel ist unten dicht, oben spärlich beblättert. Die Grundblätter sind gestielt und breit eiförmig bis rundlich. Der Blattrand ist kerbzähnig. Die Stängelblätter sind länglich, wobei die obersten linealisch wachsen. Der Laubblattstiel und oft auch die Spreite sind kurzborstig bewimpert. Seltener ist die ganze Pflanze dicht kurzborstig bewimpert.

Die Blüten stehen einzeln oder in einer wenigblütigen (zwei bis sechs) Trauben. Die Blütenknospen und meist auch Blüten sind nickend. Die glockige Krone wird zwischen 10 und 20 Millimeter lang und variiert zwischen hellblau bis blaulila. Der kahle Kelch hat pfriemliche Zipfel ohne Anhängsel.


Standort

Diese kalkliebende Pflanze gedeiht meist in Schutt, Felsspalten und Rasen von der Tallage bis in Höhenlagen von 3000 Metern. Sie ist in den Alpen eine Charakterart der Klasse Thlaspietea rotundifolii, kommt aber auch in feuchten Felsband- und Felsspalt-Gesellschaften der Verbände Potentillion caulescentis und Seslerion albicantis vor. Als Schwemmling gedeiht sie oft in Gesellschaften des Verbandes Epilobion fleicheri. Sie dringt entlang der Flüsse bis weit ins Alpenvorland vor. Die Zwerg-Glockenblume kommt beispielsweise auf dem Schotterkörper der Isar in der Pupplinger Au bei Wolfratshausen vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Zwerg-Glockenblume ist vor allem in den Kalkketten der Alpen anzutreffen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht aber von den Pyrenäen bis zur Balkanhalbinsel und Rumänien. In Deutschland kommt sie auch im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Alpenvorland vor.

Zwerg-Glockenblume Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett;
Höhe/Länge von 5cm bis 15cm
Blütezeit von Juli bis August
Lebensraum: Gebirge; Mauern, Felsen, Felsspalten; Steinrasen, Steinschuttfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1500m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2600m
Bestäubungsart: Insektenbestäubung;
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich;
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; mild;
Bodenfeuchte: feucht;

Zwerg-Glockenblume Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Campanulales - Glockenblumenartige
Familie:
Campanulaceae
Gattung:
Campanula
Art:
cochleariifolia

Zwerg-Glockenblume Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: feucht;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – Edeltanne

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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