Hirse-Segge - Carex panicea

Familie: Riedgrasgewächse - Cyperaceae

Kategorie: Alpenpflanze  Sauergräser  

Hirse-Segge Info

Carex: lat. carex = Riedgras; "Segge"
paniceus: Hirse-

Die Gattung Carex ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst momentan mindestens 150 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen, die nur mit spezieller Literatur zu bestimmen sind.

Vegetative Merkmale

Die Hirse-Segge ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind graugrün und kahl. Die graugrünen Blattspreiten sind etwa 2 bis 6 mm breit und erst später häufig oberseits glänzend, jedoch ohne Spaltöffnungen.

Generative Merkmale

Die Hirse-Segge ist eine Verschiedenährige Segge. Sie besitzt ein gestieltes, aufrechtes männliches Ährchen, das die zwei bis drei weibliche Ährchen überragt. Die aufrechten, gestielten, lockerblütigen weiblichen Ährchen sind walzenförmig mit einer Länge von 0,5 bis 4 Zentimetern. Die gelbbraune Scheide des Tragblattes ist nicht aufgeblasen. Die nervenlosen glatten Schläuche bilden einen kurzen dicken Schnabel aus. Es sind drei Narben vorhanden.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.

Ökologie

Bei der Hirse-Segge handelt es sich um einen helomorphen, mesomorphen Hemikryptophyten. Sie vermehrt sich auch vegetativ mit Hilfe ihres Rhizomes oder von unterirdischen Ausläufern.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie). Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch den Wind (Anemochorie) und durch Klettausbreitung sowie Selbstausbreitung. Die Samen sind kältekeimend.


Standort

Sie besiedelt in Mitteleuropa Flachmoore, Sumpfwiesen und Gräben, sie geht auch auf lichte Waldwege. Die mäßig nährstoffanspruchsvolle Hirse-Segge gedeiht in Deutschland an teils überfluteten Gewässerrändern, Nieder- und Quellmooren und auf feuchten Magerrasen. Sie gedeiht in Gesellschaften der Ordnungen Tofieldietalia, Caricetalia fuscae oder Molinietalia.

Die Hirse-Segge gedeiht am besten auf zumindest mäßig basenreichen, oft etwas sauren und zumindest feuchten oder sogar nassen Böden, die torfig, schlammig oder lehmig sein können. Sie erträgt schwache Stickstoffdüngung gerade noch.

Verbreitung/Vorkommen

Die Hirse-Segge ist von Europa bis Zentralasien verbreitet. Sie kommt auch in Marokko und Grönland vor. Im östlichen Nordamerika tritt sie als Neophyt auf.

In Mitteleuropa ist sie häufig, sie fehlt dort aber in kleineren Gebieten, vor allem im Tiefland und in niederschlagsarmen Landschaften; an ihren Fundorten ist sie meist nicht zahlreich vorhanden. Sie ist in ganz Deutschland außer in den mitteldeutschen Trockengebieten verbreitet. Sie steigt in den Alpen bis zur Waldgrenze auf. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern im Moor am Windecksattel nördlich des Hohen Ifen bis zu 1750 m Meereshöhe auf.

Hirse-Segge Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 15cm bis 30cm
Blütezeit von April bis Juni
Lebensraum: Ebene; Gebirge; Gewässer, Feuchtgebiete; Mittelgebirge;
Blütenstand: Ähre oder Quirl
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 100m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1800m
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
Bodenart: Schlammboden / Schlickboden; torfiger Boden / Torfboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; mild;
Bodenfeuchte: nass;

Hirse-Segge Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: Schlammboden / Schlickboden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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