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Quendel-Seide

Cuscuta epithymum (L.) L.

Vegetative Merkmale

Die Quendel-Seide Pflanze ist eine einjährige krautige Pflanze und wird 20 bis 60 Zentimeter lang. Die dünnen verzweigten, rötlichen Stängel der Quendel-Seide tragen kaum erkennbare Blätterreste.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die kurzgestielten bis sitzenden Blüten stehen in unscheinbare rosafarbenen Blütenknäuel zusammen. Die Blütenkronen sind glockig. Die Kapselfrucht enthält zahlreiche Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.

Ökologie

Wie bei allen Cuscuta-Arten sucht sich schon der Keimling eine Wirtspflanze, indem sich der fadenförmige Stängel in kreisenden Bewegungen so lange dreht, bis er eine geeignete Pflanze findet, an der er sich emporwinden kann. Im Falle der Quendel-Seide geschieht dies linkswindend. Mit ihren Saugfortsätzen (Haustorien) dringt die Seide in das Leitungsgewebe (Phloem) der Wirtspflanze ein und entzieht ihr die zum Wachstum nötige Nährlösung.

Standort

Die Klee-Seide kommt in Mitteleuropa in Gesellschaften des Verbands Violion caninae, Genistion pilosae, auch des Unterverbands Sarothamnenion, seltener im Mesobromion vor. Sie ist eine Charakterart der Klasse der Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden (Nardo-Callunetea). In den Allgäuer Alpen steigt die Unterart Cuscuta epithymum subsp. epithymum im Tiroler Teil an der Wildmahdspitze bis in eine Höhenlage von 2120 Metern auf. Sie schmarotzt auf Thymus-, Calluna- und Genista-Arten.

Verbreitung & Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Quendel-Seide reicht in Europa vom westlichen England und südlichen Norwegen, Lettland und Estland bis in den Süden ins nördliche Spanien, Italien (einschließlich Sizilien) und Griechenland.

Aus derselben Gattung (Cuscuta)

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