Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum

Familie: Caryophyllaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: mediterrane Pflanze Hummelblume Alpenpflanze

<b>Karthäuser-Nelke - <i>Dianthus carthusianorum</i></b>
Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum
Bildquelle: Wikipedia User Fabelfroh; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Dianthus: gr. dios = Genitiv von Zeus, anthos = Blüte (wg. der schö­nen Blüte); "Nelke"
carthusianorum: Gen. pluralis, n. d. dtsch. Botaniker und Arzt J.F.Cartheuser (1704-1777) und seinem Sohn J.A.Cartheuser (1734 - 1796), eben­falls Arzt und Botaniker, sowie Direktor des Bot. Gartens in Gießen

andere Namen: in Österreich Stein-Nelke, Stoanagl

Die Blüten der Karthäuser-Nelke zeigen den typischen Aufbau von Tagfalterblumen: aufrechte Stellung, leuchtend rote Färbung, enger Röhrenbau und tief verborgener Nektar.
Sie war Blume des Jahres 1989.


Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jan Eckstein">Wikipedia User Jan Eckstein</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2003-06-08_B%C3%B6hmisches_Mittelgebirge_CZ.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2003-06-08_B%C3%B6hmisches_Mittelgebirge_CZ.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2003-06-08_B%C3%B6hmisches_Mittelgebirge_CZ.jpg</a>Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Robert Flogaus-Faust">Wikipedia User Robert Flogaus-Faust</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2_RF.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2_RF.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2_RF.jpg</a>Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Salicyna">Wikipedia User Salicyna</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2016-04-19_7889.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2016-04-19_7889.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dianthus_carthusianorum_2016-04-19_7889.JPG</a>Karthäuser-Nelke - Dianthus carthusianorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jan Eckstein">Wikipedia User Jan Eckstein</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die mehrjährige, kahle krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 45 cm. Die Blätter sind schmal-linealisch, gegenständig und am Grund scheidig verwachsen. Die Scheide wird bis 15 mm lang; etwa viermal so lang wie die Blattbreite. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten befinden sich in vier- bis 15-blütigen, endständigen Köpfchen. Die Krone ist purpurn und etwa 2 bis 2,5 cm im Durchmesser. Die Kronblätter sind vorne gezähnt. Der Kelch und die Hochblätter sind braun und lederartig-trockenhäutig. Blütezeit ist von Juni bis September.


Standort

Als Standort werden sonnige warme Hänge auf Kalk- und Silikat-Trockenrasen, Böschungen, Heiden und sandige Wälder bevorzugt.

Verbreitung/Vorkommen

Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Süd-, West- und Mitteleuropa.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Art wurde früher sehr häufig in Klöstergärten (u.a. im Kartäuserorden) als Heilpflanze kultiviert. Offensichtlich führte dies zur Namensgebung. Die gesamte Pflanze enthält seifige Bestandteile (Saponine), welche die Mönche als Tinktur äußerlich bei Muskelschmerzen oder Rheuma angewandt haben.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosmarinus officinalis - RosmarinDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum Lantana

Karthäuser-Nelke - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild; neutral;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;

Sonstiges

Der Name der Pflanze leitet sich nach neuesten Angaben der botanisch-etymologischen Fachliteratur nicht von den Naturforschern Johann Friedrich Cartheuser (1704-1777) und seinem Sohn Friedrich August Cartheuser (1734-1796) ab, sondern von der Landschaft Chartreuse bzw. vom Kartäuserorden. Dieser wird im Deutschen wegen seiner Ableitung von lateinischen Cartusia nicht mit „th“ geschrieben (siehe Duden). Daher ist die überwiegend gebrauchte Schreibweise (siehe Internet) „Karthäusernelke“ falsch.



In Österreich existieren mehrere Unterarten:

Voralpen-Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. alpestris): in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark (obermontan bis alpin)
Serpentin-Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. capillifrons): im Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark (montan)
Gewöhnliche Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. carthusianorum): alle Bundesländer (evtl. in Vorarlberg ausgestorben (collin bis montan)

(In Deutschland kommt nur die Unterart D. c. subsp. carthusianorum vor.)

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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