Die mehrjährige, kahle krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 45 cm. Die Blätter sind schmal-linealisch, gegenständig und am Grund scheidig verwachsen. Die Scheide wird bis 15 mm lang; etwa viermal so lang wie die Blattbreite. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten befinden sich in vier- bis 15-blütigen, endständigen Köpfchen. Die Krone ist purpurn und etwa 2 bis 2,5 cm im Durchmesser. Die Kronblätter sind vorne gezähnt. Der Kelch und die Hochblätter sind braun und lederartig-trockenhäutig. Blütezeit ist von Juni bis September.
Der Name der Pflanze leitet sich nach neuesten Angaben der botanisch-etymologischen Fachliteratur nicht von den Naturforschern Johann Friedrich Cartheuser (1704-1777) und seinem Sohn Friedrich August Cartheuser (1734-1796) ab, sondern von der Landschaft Chartreuse bzw. vom Kartäuserorden. Dieser wird im Deutschen wegen seiner Ableitung von lateinischen Cartusia nicht mit „th“ geschrieben (siehe Duden). Daher ist die überwiegend gebrauchte Schreibweise (siehe Internet) „Karthäusernelke“ falsch.
In Österreich existieren mehrere Unterarten:
Voralpen-Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. alpestris): in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark (obermontan bis alpin)
Serpentin-Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. capillifrons): im Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark (montan)
Gewöhnliche Karthäuser-Nelke (D. c. subsp. carthusianorum): alle Bundesländer (evtl. in Vorarlberg ausgestorben (collin bis montan)
(In Deutschland kommt nur die Unterart D. c. subsp. carthusianorum vor.)
Verwendung in der Heilkunde
Die Art wurde früher sehr häufig in Klöstergärten (u.a. im Kartäuserorden) als Heilpflanze kultiviert. Offensichtlich führte dies zur Namensgebung. Die gesamte Pflanze enthält seifige Bestandteile (Saponine), welche die Mönche als Tinktur äußerlich bei Muskelschmerzen oder Rheuma angewandt haben.
Standort
Als Standort werden sonnige warme Hänge auf Kalk- und Silikat-Trockenrasen, Böschungen, Heiden und sandige Wälder bevorzugt.
Verbreitung & Vorkommen
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Süd-, West- und Mitteleuropa.
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