Spreuschuppiger Wurmfarn - Dryopteris affinis

Familie: Schildfarngewächse

Kategorie: Sporenpflanze  Alpenpflanze  

Spreuschuppiger Wurmfarn Info

Dryopteris: gr. drys = Eiche, pteris = Farn (Fiederform); "Wurm­farn"

Der Spreuschuppige Wurmfarn ist eine ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 100 bis 160 Zentimetern. Das aufrechte oder aufsteigende, kurze, dicke Rhizom ist mit weichen, breiten und oft bewimperten Schuppen besetzt.

An der Basis des Blattstiels sind fünf oder mehr Leitbündel vorhanden. Die fertilen und die sterilen Blattwedel sind annähernd gleich gestaltet. Die Wedel stehen büschelig und sind lederig, von dunkelgrüner Farbe, auf der Oberseite glänzend und überwinternd. Sie sind einfach gefiedert mit fiederspaltigen Fiedern, oder zweifach gefiedert. An jeder Seite stehen 20 bis 35 Fiedern, die am Grund verschmälert sind. Ein wesentliches Merkmal dieser Art ist der auf der Unterseite violettschwarze Fiederansatz. Der Wedelstiel ist drei bis vier Millimeter dick und ist wie auch die Blattspindel (Rhachis) dicht mit langen Spreuschuppen besetzt.

Die Schleier sind derb und gewölbt. Die 35-60 µm langen Sporen werden von Juni bis September gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 82, 123, 130 oder 160.


Standort

Der Spreuschuppige Wurmfarn besiedelt lichtreiche bis halbschattige, seltener auch schattige, frische bis mäßig feuchte, kalkarme, schwach saure bis saure, modrig humose Standorte meist an schutt- oder blockreichen Hängen in luftfeuchter Lage meist in Gebieten mit Jahresniederschlägen über 1000 mm. Er liebt farnreiche Staudenfluren an Wegböschungen. Er wächst vor allem in feuchten, schattigen montanen Buchen- und Tannenwäldern. Er gedeiht am besten auf kalkarmen Böden. Er ist eine Charakterart der Ordnung Fagetalia.

Verbreitung/Vorkommen

Der Spreuschuppige Wurmfarn ist von Europa bis zu den angrenzenden Teilen Nordafrikas und Westasien verbreitet. In Westasien kommt er in der nördlichen Türkei, im Kaukasusraum und im südlichen Iran vor. Sein europäisches Areal liegt vor allem im westlichen und südlichen Teil, es erstreckt sich nordwärts bis zum westlichen Norwegen (bis 63° nördlicher Breite), ostwärts bis zur ehemaligen Tschechoslowakei, Polen, Rumänien und die Ukraine. In Mitteleuropa kommt er in den Alpen (bis in Höhenlagen von 2000 Metern, in den Nordalpen bis 1000 Metern), im Mittelgebirge (ostwärts bis zum Bayerischen Wald, nordwärts bis ins Sauerland, seltener auch bis Niedersachsen) vor. Man findet ihn auch im Pfälzer Wald, im Spessart und in den Vogesen.

Er kommt in der montanen bis subalpinen Höhenstufe im ozeanischen Bereich der meridionalen bis nördlich temperaten Florenzone vor.

Spreuschuppiger Wurmfarn Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 1m bis 1,5m
Blütezeit von Juli bis September
Lebensraum: Gebirge; Mittelgebirge; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: geteilt
Blattrand: ganzrandig; gesägt;
Häufigkeit: sehr selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 300m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2000m
Lichtbedarf: Schatten;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: sickerfrisch;

Spreuschuppiger Wurmfarn Systematik

Abteilung:
Pteridophyta - Gefäß-Sporenpflanzen
Unterabteilung:
Pterophytina - Farne
Klasse:
Leptosporangiatae (Polypodiopsida) - Zartkapselige Farne
Ordnung:
Polypodiales - Tüpfelfarnartige
Familie:
Aspidiaceae
Gattung:
Dryopteris
Art:
affinis

Spreuschuppiger Wurmfarn Garten / Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: sickerfrisch;
Dr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana luteaDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - Heckenrose

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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