Waldmeister - Galium odoratum

Familie: Rubiáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gewürzpflanze Räucherpflanze Alpenpflanze

<b>Waldmeister - <i>Galium odoratum</i></b>
Waldmeister - Galium odoratum
Bildquelle: Wikipedia User Bilou; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Galium: gr. gala = Milch (wurde zum Säuern der Milch ver­wen­det); "Lab­kraut"
odoratus: wohlriechend

andere Namen: Syn. Asperula odorata, Felsen-Meier

Im Aberglauben wurde Waldmeister wohl als Mittel gegen dämonische Kräfte verwendet. In Posen wurde Kühen, die nicht fressen wollten, Waldmeister mit etwas Salz gegeben. Hexen ließen sich angeblich durch eine Mischung von Waldmeister, Johanniskraut und 'Härtz Bilgen' (Mentha pulegium) vertreiben.

Waldmeister - Galium odoratum; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2009">Bönisch 2009</a> - <b>All rights reserved</b>Waldmeister - Galium odoratum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ies">Wikipedia User Ies</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Waldmeister (Galium odoratum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter (Galium) mit quirlig stehenden, schmalen Blättern, unterirdisch kriechendem Wurzelstock, weißen Blüten und borstigen Früchten. Die Pflanze enthält Cumarin und kann in Waldmeisterbowle verwendet Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen. Er wird auch als Mottenmittel, als Volksarzneipflanze und in der Homöopathie eingesetzt.

Der Waldmeister ist eine ausdauernde krautige Pflanze und ein Hemikryptophyt. Er erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30 cm. Seine Stängel sind glatt und vierkantig. Die Blätter sind einadrig und stehen zu sechst bis acht in Quirlen. Sie haben eine lanzettartig zugespitzte Blattform, sind über 5 mm breit und haben einen rauen Rand.

Die weiße Blütenkrone besitzt eine deutliche Kronröhre. Blütezeit ist April bis Mai.

Die Früchte sind trockene Früchte, die in zwei einsamige Teilfrüchte zerfallen. Diese sind eiförmig, 2 bis 3 mm lang und hakig-borstig.


Verbreitung/Vorkommen

Waldmeister kommt bis zu Höhen von 1.400 m in gemäßigten und kühlen Zonen von Nord- und Mitteleuropa sowie in West-Sibirien vor. In Mitteleuropa wächst er am häufigsten in schattigen Buchenwäldern, kommt aber auch in Eichen-Hainbuchenwäldern vor. Waldmeister bevorzugt frische, lockere, nährstoff- und basenreiche Böden, und er zeigt Lehmböden an.

Verwendung in der Küche

Waldmeister ist eine Würzpflanze und wird etwa zur Herstellung von Waldmeisterbowle (z.B. Maibowle) verwendet. Auch Berliner Weiße wird gerne mit Waldmeistersirup verfeinert.

Giftigkeit

Waldmeister ist als wenig giftig bis kaum giftig eingestuft, er verursacht unter anderem Kopfschmerzen.

Inhaltsstoffe

In welkem und trockenem Zustand setzen die Pflanzen Cumarin frei, das den charakteristischen Waldmeistergeruch verursacht. Der Cumarin-Gehalt beträgt im Schnitt rund 1 % der Trockenmasse. Weitere Inhaltsstoffe sind Iridoidglykoside, Asperulosid und Monotropein.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Waldmeister wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend, bluverdünnend und krampflösend. Die Droge, das vor der Blüte gesammelte und getrocknete Kraut, heißt Herba Asperulae odoratae oder Galii odoratae herba.
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Waldmeister - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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