Waldmeister - Galium odoratum

Familie: Rötegewächse - Rubiaceae

Kategorie: Gewürzpflanze  Garten  Alpenpflanze  Räucherpflanze  Bodendecker  

Waldmeister Info

Galium: gr. gala = Milch (wurde zum Säuern der Milch ver­wen­det); "Lab­kraut"
odoratus: wohlriechend

andere Namen: Syn. Asperula odorata, Felsen-Meier

Im Aberglauben wurde Waldmeister wohl als Mittel gegen dämonische Kräfte verwendet. In Posen wurde Kühen, die nicht fressen wollten, Waldmeister mit etwas Salz gegeben. Hexen ließen sich angeblich durch eine Mischung von Waldmeister, Johanniskraut und 'Härtz Bilgen' (Mentha pulegium) vertreiben.

Der Waldmeister (Galium odoratum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter (Galium) mit quirlig stehenden, schmalen Blättern, unterirdisch kriechendem Wurzelstock, weißen Blüten und borstigen Früchten. Die Pflanze enthält Cumarin und kann in Waldmeisterbowle verwendet Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen. Er wird auch als Mottenmittel, als Volksarzneipflanze und in der Homöopathie eingesetzt.

Der Waldmeister ist eine ausdauernde krautige Pflanze und ein Hemikryptophyt. Er erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30 cm. Seine Stängel sind glatt und vierkantig. Die Blätter sind einadrig und stehen zu sechst bis acht in Quirlen. Sie haben eine lanzettartig zugespitzte Blattform, sind über 5 mm breit und haben einen rauen Rand.

Die weiße Blütenkrone besitzt eine deutliche Kronröhre. Blütezeit ist April bis Mai.

Die Früchte sind trockene Früchte, die in zwei einsamige Teilfrüchte zerfallen. Diese sind eiförmig, 2 bis 3 mm lang und hakig-borstig.


Standort

In Mitteleuropa wächst er am häufigsten in schattigen Buchenwäldern, kommt aber auch in Eichen-Hainbuchenwäldern vor. Waldmeister bevorzugt frische, lockere, nährstoff- und basenreiche Böden, und er zeigt Lehmböden an.

Verbreitung/Vorkommen

Waldmeister kommt bis zu Höhen von 1.400 m in gemäßigten und kühlen Zonen von Nord- und Mitteleuropa sowie in West-Sibirien vor.

Verwendung in der Küche

Waldmeister ist eine Würzpflanze und wird etwa zur Herstellung von Waldmeisterbowle (z.B. Maibowle) verwendet. Auch Berliner Weiße wird gerne mit Waldmeistersirup verfeinert.

Giftigkeit

Waldmeister ist als wenig giftig bis kaum giftig eingestuft, er verursacht unter anderem Kopfschmerzen.

Inhaltsstoffe

In welkem und trockenem Zustand setzen die Pflanzen Cumarin frei, das den charakteristischen Waldmeistergeruch verursacht. Der Cumarin-Gehalt beträgt im Schnitt rund 1 % der Trockenmasse. Weitere Inhaltsstoffe sind Iridoidglykoside, Asperulosid und Monotropein.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Waldmeister wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend, bluverdünnend und krampflösend. Die Droge, das vor der Blüte gesammelte und getrocknete Kraut, heißt Herba Asperulae odoratae oder Galii odoratae herba.

Waldmeister Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 15cm bis 30cm
Blütezeit von April bis Mai
Lebensraum: Gärten und Parks; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: Blätter quirlständig, wirtelförmig (z. B.: Galium odoratum = Waldmeister)
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Häufigkeit: verbreitet
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1400m
Lichtbedarf: Halbschatten; Schatten;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden;
Bodenfeuchte: frisch;

Waldmeister Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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