Ginster-Leinkraut - Linaria genistifolia

Familie: Plantaginaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: verwildernde Zierpflanze

<b>Ginster-Leinkraut - <i>Linaria genistifolia</i></b>
Ginster-Leinkraut - Linaria genistifolia
Bildquelle: Wikipedia User Stefan.lefnaer; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Linaria: lat. linum = Flachs, Lein (Blattform dem eigentlichen Flachs ähnlich); "Leinkraut"


Ginster-Leinkraut - Linaria genistifolia; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bjoertvedt">Wikipedia User Bjoertvedt</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Ginster-Leinkraut - Linaria genistifolia; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Vegetative Merkmale

Das Ginster-Leinkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 50 bis 100 Zentimeter erreicht. Die oberirdischen, nicht-generativen Teile der Pflanze sind stark bläulich-grün bereift und kahl. Der aufrechte Stängel ist wechselständig beblättert. Die ungeteilten, (ei-)lanzettlichen Laubblätter sind meist 5 bis 15 Millimeter breit, am Grund gestutzt und weisen 3 bis 5 Blattnerven auf.


Generative Merkmale

Die Blühzeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis Mitte Oktober. Der Blütenstand ist eine lockere, 5- bis 20-blütige, oftmals verzweigte Traube. Die zygomorphen Blüten bestehen aus Kelch und einer diesen deutlich überragenden Krone. Die gelbe, verwachsenblättrige, zweilippige Krone besitzt am Grund einen langen Sporn und misst zusammen mit dem Sporn zwischen 12 und 20 Millimeter. Der Kronenschlund ist durch eine wulstige Aufwölbung der Kronenunterlippe völlig geschlossen. Die Blüte weist einen oberständigen Fruchtknoten, einen Griffel und 4 fertile Staubblätter auf. Die Kapselfrucht ist ungefähr so lang wie die Kelchblätter. Der Samen ist scharf dreikantig und besitzt keinen Hautsaum.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.


Ökologie

Beim Ginster-Leinkraut handelt es sich um einen Hemikryptophyten.
Vorkommen und Gefährdung

Das Ginster-Leinkraut ist in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in West- und Mittelasien, im Kaukasus und in Sibirien heimisch. Im deutschsprachigen Raum ist die Art nur in Österreich indigen, in Deutschland tritt sie als Neophyt auf.

Das Ginster-Leinkraut wächst auf trockenen, kiesig-sandigen Böden vor allem in Gesellschaften der Verbände Convolvulo-Agropyrion bzw. Dauco-Melilotion oder in ruderal beeinflussten Trockenrasen.

In Österreich tritt das Ginster-Leinkraut im pannonischen Gebiet häufig auf Halbtrockenrasen und Trockenrasen sowie selten auf Schotterfluren in der collinen Höhenstufe auf. Außerhalb des Pannonikums sind nur sehr seltene und unbeständige Vorkommen bekannt. In den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland tritt die Art indigen auf, unbeständige und lokale Vorkommen gibt es in Oberösterreich und Kärnten sowie ehemals in Salzburg.


Standort

Das Ginster-Leinkraut wächst auf trockenen, kiesig-sandigen Böden vor allem in Gesellschaften der Verbände Convolvulo-Agropyrion bzw. Dauco-Melilotion oder in ruderal beeinflussten Trockenrasen.

Verbreitung/Vorkommen

Das Ginster-Leinkraut ist in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in West- und Mittelasien, im Kaukasus und in Sibirien heimisch. Im deutschsprachigen Raum ist die Art nur in Österreich indigen, in Deutschland tritt sie als Neophyt auf.

In Österreich tritt das Ginster-Leinkraut im pannonischen Gebiet häufig auf Halbtrockenrasen und Trockenrasen sowie selten auf Schotterfluren in der collinen Höhenstufe auf. Außerhalb des Pannonikums sind nur sehr seltene und unbeständige Vorkommen bekannt. In den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland tritt die Art indigen auf, unbeständige und lokale Vorkommen gibt es in Oberösterreich und Kärnten sowie ehemals in Salzburg.
Dr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Gemmoextrakt: Rosmarinus officinalis - Rosmarin

Ginster-Leinkraut - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;

Sonstiges

Die Gattungen Chaenorhinum und Linaria wurden früher der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) zugeordnet. Genetische Untersuchungen haben jedoch die Zugehörigkeit zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) ergeben.

Man kann folgende Unterarten von Linaria genistifolia unterscheiden:

Linaria genistifolia (L.) Mill. subsp. genistifolia
Linaria genistifolia subsp. angustata (Wierzb.) Dostál: Sie kommt in Tschechien und in der Slowakei vor.
Linaria genistifolia subsp. artvinensis Davis: Sie kommt in der Türkei vor.
Linaria genistifolia subsp. confertiflora (Boiss.) P. H. Davis: Sie kommt in Bulgarien und in der Türkei vor.
Dalmatinisches Leinkraut (Linaria genistifolia subsp. dalmatica (L.) Maire & Petitm., Syn.: Linaria dalmatica (L.) Mill.): Es kommt in Italien, auf der Balkanhalbinsel, in Rumänien und Vorderasien vor und ist in Schweden und Mitteleuropa ein Neophyt.
Linaria genistifolia subsp. euxina (Velen.) Delip.: Sie kommt in Bulgarien vor.
Linaria genistifolia subsp. polyclada (Fenzl) P. H. Davis: Sie kommt in der Türkei vor.
Linaria genistifolia subsp. praealta (Boiss.) P. H. Davis: Sie kommt in der Türkei vor.
Linaria genistifolia subsp. sofiana (Velen.) Chater & D. A. Webb: Sie kommt in Bulgarien und im früheren Jugoslawien vor.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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