Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus

Familie: Ranunculáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - <i>Ranunculus montanus</i></b>
Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus
Bildquelle: Wikipedia User Josve05a; Bildlizenz: CC BY 2.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_montanus_(15152690440).jpg


Ranunculus: Deminutiv zu lat. rana = Frosch (Standort); "Hah­nen­fuß"
montanus: Berg-


Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927">Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Don Pedro28">Wikipedia User Don Pedro28</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Enrico Blasutto">Wikipedia User Enrico Blasutto</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_montanus_ENBLA02.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_montanus_ENBLA02.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_montanus_ENBLA02.jpg</a>

Der Berg-Hahnenfuß wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 25 bis 30 (5 bis 50) Zentimetern. Sie bildet ein kahles Rhizom, das walzförmig oder knotig mit dünnen Zwischenabschnitten ist, als Überdauerungsorgan mit fleischigen Wurzeln. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist im unteren Bereich abstehend und im oberen Bereich meist anliegend behaart. Die grundständig und am Stängel wechselständig verteilten Laubblätter sind kahl bis zerstreut, mit weniger als sechs Trichome pro mm², behaart. Die gestielten Grundblätter besitzen eine glänzende, kahle oder schwach behaarte Blattspreite, die tief dreiteilig ist mit unregelmäßig eingeschnittenen bis gezähnten Abschnitten. Die sitzenden Stängelblätter sind drei- bis siebenteilig. Ihre Abschnitte sind lanzettlich bis linealisch-lanzettlich und weniger als siebenmal so lang wie breit, stumpf bis kurz zugespitzt und in der Mitte oder kurz oberhalb der Mitte am breitesten.
Einzeln auf einem Stiel stehende Blüte mit grünen Kelch- und gelben Kronblättern

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Meist nur eine, selten bis zu drei Blüten stehend auf stielrunden, ungefurchten Blütenstielen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 2 bis 3 Zentimeter auf. Der Blütenboden ist nur an der Spitze behaart. Die fünf Kronblätter sind goldgelb. Die Ansatzstellen der Staubfäden sind kahl.

Die Sammelfrucht enthält 25 bis 50 Nüsschen, deren Schnabel leicht absteht.

Der Berg-Hahnenfuß ist vermutlich aus einer Kreuzung zwischen dem Kärntner Berg-Hahnenfuß (Ranunculus carinthiacus) und den Grenier-Hahnenfuß (Ranunculus villarsii) mit anschließender Chromosomenverdoppelung entstanden. Seine Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.


Standort

Der Berg-Hahnenfuß besiedelt Weiden, Fettwiesen und flachmoornahe Feuchtwiesen ebenso wie lichte Wälder sowie Schutthalden in den Gebirgen und bevorzugt Rasen, Matten, lichte Wälder, Schneetälchen, Niedermoore und Schutt.

Diese kalkliebende Art gedeiht am besten auf kalkhaltigen, humosen Lehmböden, die eher feucht als trocken sein sollten.

Verbreitung/Vorkommen

Der Berg-Hahnenfuß ist Europa verbreitet. Das Verbreitungsgebiet umfasst den gesamten Alpenraum, geht aber auch in das Vorland hinaus und erreicht den Schweizer Jura sowie den Schwarzwald.

Er gedeiht in Höhenlagen von der Tallage bis zu 2800 Metern. In den Alpen und Voralpen Mitteleuropas kommt er in Höhenlagen oberhalb von etwa 600 Metern zerstreut vor; vereinzelt tritt er im Hegau auf. In den Allgäuer Alpen steigt er am Gipfel des Kreuzecks in Bayern bis zu 2370 m Meereshöhe auf. In Österreich ist der Berg-Hahnenfuß häufig in den östlichen Alpen, in den Zentralalpen selten; er fehlt in Wien und im Burgenland.

Giftigkeit

Der Berg-Hahnenfuß soll reichlich Protoanemonin enthalten, er muss daher als giftig angesehen werden.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Dr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - Esskastanie

Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuß in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Ranunculus

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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