Gelbfrüchtiger Nachtschatten - Solanum villosum

Familie: Solanaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze

<b>Gelbfrüchtiger Nachtschatten - <i>Solanum villosum</i></b>
Gelbfrüchtiger Nachtschatten - Solanum villosum
Bildquelle: Wikipedia User Carstor; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Solanum: gr. solamen = Trost (Rauschgift), Abl. nicht ge­si­chert; "Nacht­schatten"
villosus: zottig

andere Namen: Hexentomate

Besondere Vorsicht gilt es beim Sammeln von wilden Tomaten zu wahren, da diese leicht mit dem giftigen Gelbfrüchtigen Nachtschatten verwechselt werden können.

Gelbfrüchtiger Nachtschatten - Solanum villosum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User TeunSpaans">Wikipedia User TeunSpaans</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten ist eine 40 bis 70 cm hohe krautige Pflanze. Die Blätter und Stängel der Pflanze sind leicht behaart. Sie besitzt längliche, elliptische Blätter, welche sich wechselständig am Stängel befinden. Die Blätter werden 4 bis 8 cm lang und 3 bis 6 cm breit.

Äußerlich sieht der Gelbfrüchtige Nachtschatten dem Schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum) sehr ähnlich, nur durch die Farbe der Beeren lassen sich die beiden Pflanzen eindeutig unterscheiden. Die Beeren sind anfangs grün, reif sind sie gelb-braun, orange bis rot und werden bis zu 1 cm groß.

Die Chromosomenzahl beträgt (für beide Unterarten) 2n = 48.


Standort

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten bevorzugt Hänge und Böschungen und wächst oft in der Nähe von Straßen. Dabei wächst der Gelbfrüchtige Nachtschatten meist in sonnigen Plätzen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Standorte befinden sich zwischen 100 und 1300 Metern über NN. Die Pflanze bevorzugt wärmere Standorte und kommt in Deutschland meist im wärmeren Tiefland vor.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa, Teilen Asiens und Nordafrika, sie ist in Nordamerika und Australien ein Neophyt.

Heimat

Südeuropa, Teilen Asiens und Nordafrika

Giftigkeit

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten ist wie alle Nachtschattengewächse giftig, die Pflanze beinhaltet verschiedene glycosidisch gebundene Steroidglycoside. Trotzdem wird der Gelbfrüchtige Nachtschatten gelegentlich als Nutzpflanze angebaut. Dabei werden meist die Beeren des Gelbfrüchtigen Nachtschatten verwendet. Zumindest von der Unterart alatum werden auch die Blätter der Pflanze als Gemüse verwendet.

Inhaltsstoffe

verschiedene glycosidisch gebundene Steroidglycoside.
Prostata-Entoxin® NUresin-Entoxin®D.-B.-Entoxin® NAdenolin-Entoxin® NN

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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