Aubergine - Solanum melongena

Familie: Solanaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gemüsepflanze Beerenpflanze Mischkultur Gewaechshaus Giftpflanze

<b>Aubergine - <i>Solanum melongena</i></b>
Aubergine - Solanum melongena
Bildquelle: Wikipedia User Jeffdelonge; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Solanum: gr. solamen = Trost (Rauschgift), Abl. nicht ge­si­chert; "Nacht­schatten"

andere Namen: Eierfrucht


Aubergine - Solanum melongena; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Trixt">Wikipedia User Trixt</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Aubergine - Solanum melongena; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Mnolf">Wikipedia User Mnolf</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Aubergine (Solanum melongena) ist eine subtropische Pflanzenart, die zur Gattung Nachtschatten (Solanum) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehört. Im Deutschen bezeichnet man damit auch die keulenförmige, dunkelviolette bis braune, glänzende Strauchfrucht.

Auberginen sind einjährige, krautige, teilweise leicht verholzende Pflanzen mit einer Höhe von 50 bis 150 cm. Sie sind fast vollständig mit dicht stehenden, violetten bis grauen, sternförmigen Trichomen behaart. Die Blätter stehen wechselständig, sind eiförmig-länglich mit einer Länge von 10 bis 20 cm und einer Breite von 5 bis 10 cm. Sie sind unregelmäßig gelappt oder eckig-stumpf, die Blattbasis ist ungleichmäßig beinahe rund bis nahezu abgestumpft. Die Trichome der Oberseite sind meist violett, die der Blattunterseite grau.

Die Blüten stehen einzeln in den Achseln und nicken teilweise nach vorn. Der violett-grüne Kelch ist glockenförmig und während der Blüte 1 bis 2 cm lang und mit fünf bis neun unregelmäßigen Kelchlappen, die bis zu 12 mm lang werden können, besetzt. Während der Fruchtreife bleibt der Kelch bestehen, vergrößert sich und liegt an der Frucht an. Die violette Blütenkrone ist rundlich-fünfeckig, hat einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm, selten bis 5 cm und hat fünf bis sieben, selten acht, Kronlappen. Die meist fünf bis sieben, selten auch acht Staubblätter sind mit der Basis der Krone verwachsen, die Antheren sind gelb und springen durch Poren an den Spitzen auf. Der oberständige Fruchtknoten ist eiförmig und zottig behaart. Der säulenförmige Griffel hat an der Basis einen sternförmigen Querschnitt. Der Stempel ist fast kopfförmig.

Die Früchte sind Beeren, deren Größe stark zwischen 50 bis 300 × 50 bis 150 mm variiert, auch die Form kann sehr unterschiedlich ausfallen, beispielsweise länglich, eiförmig, rund oder länglich-birnenförmig. Die Farbe des Exokarp ist schwarz-violett, dunkel-violett, gelblich oder weißlich.


Heimat

wahrscheinlich Asien

Verwendung in der Küche

Die Aubergine wird heute insbesondere in der mediterranen, orientalischen und türkischen Küche verwendet, wo sie mit einigen speziellen Gerichten zu großer Berühmtheit gelangt ist. So wird in der Türkei die Aubergine mit Tomaten und Zwiebeln gefüllt und geschmort. In Griechenland dagegen bereitet man aus Auberginen Moussaka. Im Orient wird sie häufig als Paste oder Püree als Vorspeise gereicht und am westlichen Mittelmeer ist sie Bestandteil des Ratatouille.

Belege über die Verwendung der Aubergine in der chinesischen Küche reichen bis ins Jahr 609 zurück. Heute werden im Süden des Landes vor allem längliche, weiße und grüne Früchte bevorzugt, während im nördlichen Teil des Landes, wie in Peking, vor allem Cultivare mit kleineren Früchten und kürzerer Reifezeit angebaut werden. Die Aubergine gehört zu den wichtigen Sommergemüsen in China.

Bei vielen Zubereitungsarten wird die Aubergine zunächst in Scheiben geschnitten und gesalzen. Dabei wirkt Salz hygroskopisch und zieht Fruchtsaft und damit Bitterstoffe aus der Schnittfläche, die abgewaschen werden. Anschließend werden die Scheiben in heißem Öl gebraten. Dabei muss sorgfältig entfettet werden, da Auberginen viel Fett aufsaugen. Häufig werden Auberginen auch gegrillt. Dazu können einerseits Scheiben, andererseits auch die ganze Frucht mit Schale verwendet werden. Auberginenpaste wird meist aus dem weichen Fleisch in der Schale gegrillter Auberginen hergestellt.

Giftigkeit

Solange die Aubergine unreif ist, enthält sie Solanin und ist daher giftig.

Inhaltsstoffe

Auberginen können, wie andere Gemüse auch, geringe Mengen Nikotin enthalten. Die Menge schwankt, je nach Untersuchung, zwischen „nicht nachweisbar“ und 100 Mikrogramm pro Kilogramm Frucht.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. Koll

Aubergine - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden;
Boden Feuchte: feucht;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Gute Nachbarn: Gewöhnliche Katzenminze - Mais - - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Tagetes -

Die Pflanze wächst auf gut gedüngtem, humosen, warmen, sonnigen Boden und braucht Windschutz.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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