Violette Königskerze - Verbascum phoeniceum

Familie: Scrophulariaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Hummelblume

<b>Violette Königskerze - <i>Verbascum phoeniceum</i></b>
Violette Königskerze - Verbascum phoeniceum
Bildquelle: Wikipedia User Geaster; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Verbascum: aus barbascum (lat. barba = Bart) Behaarung; "Kö­nigskerze"


Vegetative Merkmale

Die Violette Königskerze ist eine zwei- oder mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80, selten bis zu 100 Zentimetern erreicht. Der aufrechte Stängel ist unten flaumig behaart, oberwärts dicht drüsig und rippig kantig.

Die Laubblätter sind überwiegend in einer grundständigen Rosette angeordnet und liegen dem Boden dicht an. Die oberseits glänzenden und fast kahlen, unterseits flaumig behaarten Blattspreiten sind eiförmig und ihr Rand ist unregelmäßig buchtig gekerbt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Im traubigen Blütenstand stehen lang gestielte Blüten zusammen. Die Blütenknospen haben eine auffällige regelmäßig-fünfeckige Form.

Die Blüten sind etwa 30 Millimeter groß und die kurze Kronröhre ist meist gelborangefarben überlaufen. Die Kronblattzipfel der fünf meist dunkel violetten Kronblätter sind ausgebreitet und schwach wellig. Die Staubfäden sind an ihrer Basis orangefarben. In der Mitte und zur Spitze hin sind die Staubfäden von einer dichten und langen violetten bzw. weißlichen Behaarung eingehüllt. Die Staubbeutel sind schwarz-violett, nach ihrem Öffnen aber von leuchtend gelbem Pollen bedeckt. Der violette Griffel mit der grünen Narbe ist etwas kürzer als die Staubblätter und ragt nach unten aus dem Staubblattkreis heraus.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32 oder 36.


Standort

Die Violette Königskerze gedeiht am besten auf basenreichen, sandigen oder lehmigen, eher nährstoffarme Böden. Man findet sie in Halbtrockenrasen oder im Saum von Trockenwäldern. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Festucetalia valesiacae.

Verbreitung/Vorkommen

Die Violette Königskerze ist im südöstlichen Europa, im östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien verbreitet.

Vorkommen in Deutschland, wo die Violette Königskerze besonders in den östlichen Bundesländern (z. B. in Sachsen-Anhalt) verbreitet ist, gehen möglicherweise auf frühere Verwilderungen aus Gartenkultur zurück. Die Nordwestgrenze des natürlichen Verbreitungsgebietes lässt sich deshalb kaum noch bestimmen. Andere Autoren führen Verbascum phoeniceum demgegenüber als in Teilen Deutschlands einheimische Art auf, wobei in diesem Gebiet ausschließlich die Unterart Verbascum phoeniceum subsp. phoeniceum vertreten sei. Auch dabei wird aber auf das zusätzliche Vorhandensein synanthroper Bestände hingewiesen.

In Österreich ist die Violette Königskerze im pannonischen Gebiet als südsibirisch-pontisch-pannonisches Florenelement heimisch, sonst nur durch Rasensaatgut eingeschleppt, und tritt in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Wien sowie unbeständig in Oberösterreich in der collinen Höhenstufe selten auf. Die Violette Königskerze gilt in Österreich als gefährdet.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - Esskastanie

Violette Königskerze - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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