Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;Höhe/Länge von 1m bis 10m
Blütezeit von 5 bis 6
Lebensraum: Ebene; Gebirge; Mittelgebirge; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude); Holzgewächs;
Höhenstufen: Ebene (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Blattstellung: Blätter wechselständig
Blattform: eiförmig, verkehr eiförmig; kurz eingebuchtet oder eingeschnitten, z. B.: Efeu;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Nebenblätter (kleine Seitenblätter am Blattgrund);
Blattrand: gesägt;
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Blütenstand: Rispe
Verholzungsgrad: Stängel holzig
Fleischige Früchte: Apfelfrucht
Garten/Anbau
Lichtanspruch: Halbschatten; Sonne;Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger Boden; lehmiger Boden; steiniger Boden;
Boden PH-Wert: mild;
Boden Feuchte: 2 frisch; 4 mäßig trocken; 5 trocken;
Boden Nährstoffgehalt: Basenreich;
Rotdorn (Crataegus monogyna var. rubra hort ist eine Kulturart mit roten, meist gefüllten Blüten, der oft durch Propfung vermehrt wird.
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rósidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflórae - Rosenblütige
Ordnung:
Rosáles - Rosenartige
Familie:
Rosáceae - Rosengewächse
Gattung: Crataegus
Weitere Pflanzen der Gattung Crataegus
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Eingriffliger Weißdorn im Web
Eingriffliger Weißdorn - Crataegus monogyna
Familie: Rosáceae - Rosengewächse![]() Bildquelle: Wikipedia User Drow male |
Crataegus: gr. krataios = fest (hartes Holz); "Weißdorn"
monogynus: eingriffelig, einweibig
Der Eingriffelige Weißdorn ist ein Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von 2 bis 6, selten bis 12 Metern erreicht und von anderen Weißdornarten nur schwer zu unterscheiden ist. Die Rinde ist dunkelbraun und weist orangefarbene Sprünge auf. Er hat Äste mit zahlreichen kräftigen Dornen und dichte Kronen. Ihre 5-7 Zentimeter langen Laubblätter sind bis zur Hälfte in drei bis sieben an der Spitze gezähnte Lappen geteilt; in den Nervenachseln befinden sich Haarbüschel. Die von Mai bis Juni vorkommenden Blüten sind in Gruppen von 5 bis 25 Stück angeordnet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen, weißen Blüten haben einen Durchmesser von 8 bis 15 Millimetern. Ihre vielen Staubblätter sind rot. Sie haben nur einen Griffel. Die etwas in die Länge gezogenen 8 bis 10 Millimeter langen, eiförmigen, fleischigen Früchte sind dunkelrot und enthalten nur einen (Stein)Kern.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Blüten (Crataegi flos), Früchte (Crataegi fructus), sowie Früchte und Blätter zusammen (Crataegi folium cum flore) werden als Heildroge eingesetzt.Extrakte aus den genannten Bestandteilen sind in zahlreichen Fertigpräparaten auf dem Markt und auf die vermutlichen Hauptwirkstoffe Flavonoide oder oligomere Procyanidine eingestellt.
Weißdornzubereitungen verstärken die Pumpkraft des Herzens, verbessern die Durchblutung der Herzkranzgefäße und vermindern den Sauerstoff- und Energieverbrauch bei der Arbeit des Herzens. Dementsprechend werden die Präparate eingesetzt bei leichter Herzleistungsschwäche infolge Alters oder nach Infektionskrankheiten bzw. bei anderen leichten Herzbeschwerden.
Sie sind bei akuten Krankheitszuständen weniger geeignet als zur längerfristigen Vorbeugung und Nachbehandlung.
In jedem Fall sollte von einem Arzt geklärt werden, ob nicht ein schweres Herzleiden vorliegt.
In der Wirkungsweise besteht keine Ähnlichkeit mit der von herzwirksamen Glykosiden; Weißdornpräparate werden aber oft zur Unterstützung und Ergänzung der Digitalistherapie herangezogen.
Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie
Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung der Herz- und Kreislauffunktionen, besonders bei Altersherz, auch bei Blutdruckregulationsstörungen; Rhythmusstörungen und besonders bei erniedrigter Herzfrequenz (Bradykardie).Kommission C* (s. Quellen):... Harmonisierung der Herz-Kreislauf-Funktionen, besonders bei Altersherz, auch bei Blutdruck-Regulationsstörungen, Rhythmusstörungen, besonders bei Bradykardie; Erschöpfungszustände, Rekonvaleszenz.
Sonstiges
Sie sind im Sommer eine Bienenweide und im Winter für einige Vogelarten (zum Beispiel Drosseln und Seidenschwänze) eine wichtige Nahrungsquelle. Durch ihre dichte Verzweigung und Bedornung sind Weißdornhecken schwer zugänglich und ein idealer Brutplatz. Der Neuntöter findet hier genug Dornen, um seine Beute aufzuspießen. Für zahlreiche Schmetterlingsarten wie zum Beispiel den Segelfalter (Iphiclides podalirius), die Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) und den Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) dienen sie als Raupenfutterpflanze.Die Licht- bis Halbschattenpflanze wächst in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern, Hecken, Knicks, Feldgehölzen und an Felsenhängen auf trockenen bis frischen Böden. Der Weißdorn ist bodentolerant, aber er bevorzugt kalkhaltige, lehmige Böden. Sie kommen fast überall in Europa, im Nordwesten Afrikas und im Westen Asien häufig vor. Der Eingrifflige Weißdorn wird häufig angepflanzt, ist aber nicht salzertragend.
Literatur
- *Kommission C: Anthroposophische Aufbereitungsmonographien der Kommission C der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte in Deutschland. - 1999 - Im Auftrag der medizinischen. Sektion am Goetheanum Dornach/Schweiz
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- Kremer B.: Bäume (Laub-und Nadelbäume) - 1992 - 1. Auflage, Stuttgart
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- Kreuter M.-L.: Biologischer Pflanzenschutz - 2001 - 08. Auflage, München; ISBN: 978-3405160562
- Kreuter M.-L.; Der Biogarten - 2007 - 23. Auflage, München; ISBN: 978-3835404847
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- Raven Peter H.: Biologie der Pflanzen - 2006 - 4 Auflage ; ISBN: 978-3110185317
- Rothmaler W. - Exkursionsflora von Deutschland 2: Gefäßpflanzen. Grundband: BD 2 - 1996 - 16. Auflage, Jena, Stuttgart; ISBN: 978-3827416001
- Rothmaler W. - Exkursionsflora von Deutschland Band 3 - 1994 - 9. Auflage, Jena, Stuttgart; ISBN: 978-3827418425
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- Schauer T. & Caspari C.: Der BLV Pflanzenführer für unterwegs - 2008 - 2 Auflage, München; ISBN: 978-3-8354-0354-3
- Schönfelder, B. & Fischer J. - Welche Heilpflanze ist das?: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Wildgemüse - 1976 - 18 Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3440047804
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- Steinegger E.& Hänsel R.: Pharmakognosie - 1992 - 4. Auflage, Berlin-Heidelberg; ISBN: 978-3540342564
- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach, Schweiz - 2010 - 2. Auflage
- WELEDA AG: Arzneimittelverzeichnis 2009 - 2009 - Schwäbisch Gmünd
- Wendelberger, E. - Heilpflanzen. Erkennen, sammeln, anwenden. - 2003 - München, Wien, Zürich; ISBN: 978-3835403703
- Wichtl M. - Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage - 2008 - 5. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3804723696






































