Safran-Krokus - Crocus sativus

Familie: Iridáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gewürzpflanze Garten Zwiebelpflanze Färberpflanze Pionierpflanze

<b>Safran-Krokus - <i>Crocus sativus</i></b>
Safran-Krokus - Crocus sativus
Bildquelle: Wikipedia User Selso; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Crocus: gr. kroke = Faden oder gr. krokos = Safran; "Crocus"
sativus: gesät, angepflanzt

Der Safran zählt zu den teuersten Gewürzen. Im Handel zahlt man zwischen 4 und 14 Euro pro Gramm.

Safran-Krokus - Crocus sativus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Köhlers Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Band 2. 1887">Köhlers Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Band 2. 1887</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Safran-Krokus - Crocus sativus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Selso">Wikipedia User Selso</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Safran (Crocus sativus) ist eine Krokus-Art, aus deren im Herbst erscheinenden violetten Blüten die Stempel als das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen werden.


Verbreitung/Vorkommen

Angebaut wird Safran im Iran und in Europa, dort vor allem im Mittelmeerraum. Anbaugebiete sind Südfrankreich, Spanien, Marokko, Griechenland (Krokos, Kozanis), Türkei (in Safranbolu), Italien (Sardinien, Abruzzen, Toskana) und – seit 2006 wieder – Österreich (Pannonischer Safran). Ein kleines Anbaugebiet von 2.500 Quadratmetern existiert in der Schweiz im Dörfchen Mund.

Verwendung in der Küche

In Europa bekannte Gerichte, die Safran enthalten, sind Bouillabaisse, Risotto alla milanese, schwedische Lussekatter (ein Süßgebäck) und Paella. Im Iran werden besonders Reisgerichte gerne mit Safran verfeinert.

Giftigkeit

Bei Dosierungen ab etwa fünf Gramm wirkt Safran toxisch (er wurde in der Vergangenheit als Abortivum genutzt), noch höhere Mengen können zum Tod führen. Die letale Dosis liegt bei etwa 20 g.

Inhaltsstoffe

Safran schmeckt bitter-scharf, was bei normaler Dosierung – anders als der typische Duft – nicht zum Tragen kommt, und enthält Carotinoide, vor allem Crocin, die dafür verantwortlich sind, dass mit Safran gewürzte Gerichte sich intensiv goldgelb färben („Safran macht den Kuchen gel …“ ). Weiter enthält er den Bitterstoff Safranbitter, aus dem sich beim Trocknen teilweise der für das Safranaroma verantwortliche Aldehyd Safranal bildet. Weitere Aromastoffe sind unter anderem Isophorone. Quelle: ? Food Rev. Int. 16, 39–59 (2000)K.R.Cadwallader; in: P. Winterhalter, R. Rouseff (Hrsg.): Carotenoid-Derived Aroma Compounds; ACS Symposium Series 802; Washington, DC: American Chemical Society, 2002; S. 220–239
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaDr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - Esche

Safran-Krokus - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden PH-Wert: basisch;
Boden Feuchte: mäßig frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstiges

Safran wurde auch als Farbmittel eingesetzt; der wasserlösliche Farbstoff Crocetin ist in der Pflanze glycosidisch an das Disaccharid Gentiobiose gebunden; diese Verbindung wird als Crocin (s. o.) bezeichnet. Bereits Plinius erwähnt Safran als Farbmittel. Es wurde auch eingesetzt, um Goldschriften zu imitieren, oder um Zinn oder Silber wie Gold erscheinen zu lassen. Es wurde auch in Mischungen mit anderen Pigmenten oder Farbstoffen verwendet.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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