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Süße Wolfsmilch

Euphorbia dulcis L.

Vegetative Merkmale

Die Süße Wolfsmilch ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm erreicht. Als Überdauerungsorgan bildet sie ein fleischiges, waagerecht wachsendes Rhizom. Der Stängel ist stielrund, nach oben hin behaart. Die mittleren und oberen Laubblätter sind 40 bis 90 mm lang und 10 bis 20 mm breit.

Generative Merkmale

Die Hochblätter sind dreieckig, am Grund gestutzt. Der Gesamtblütenstand ist wenig verzweigt und besitzt höchstens fünf Doldenstrahlen. Die Nektardrüsen sind zunächst gelbgrün, später dunkelpurpurn.

Die Früchte sind warzige, behaarte (subsp. dulcis) oder (wenigstens im Alter) kahle (subsp. incompta) Kapselfrüchte mit einer Länge von 3 bis 4 mm.

Beide Unterarten besitzen die Chromosomenzahl 2n = 12.

Die Süße Wolfsmilch bevorzugt sickerfrische, basen- und nährstoffreiche Lehmböden.

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSaft / Milchsaft
GiftstoffeTriterpene

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken

Standort

Sie wächst in krautreichen Laubwäldern, oftmals an Bachauen.

Verbreitung & Vorkommen

Die Art ist in Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

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