Färber-Ginster - Genista tinctoria

Familie: Fabáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Giftpflanze Färberpflanze Hummelblume Alpenpflanze

<b>Färber-Ginster - <i>Genista tinctoria</i></b>
Färber-Ginster - Genista tinctoria
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genista_tinctoria_003.JPG


Genista: lat. Pflanzenname; "Ginster"
tinctorius: zum Färben

andere Namen: Färbeblume, Schöngelb, Gilbblümli

In der Vergangenheit war der Färber-Ginster als Lieferant eines gelben Farbstoffes bedeutend.

Färber-Ginster - Genista tinctoria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Färber-Ginster - Genista tinctoria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Färber-Ginster - Genista tinctoria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Llez">Wikipedia User Llez</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genista_tinctoria_002.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genista_tinctoria_002.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genista_tinctoria_002.JPG</a>

Der Färber-Ginster (Genista tinctoria) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).Färber-Ginster wird 20 bis 60 cm groß und wächst aufrecht oder aufsteigend und buschig verzweigt. Die Pflanze verfügt über eine kräftige, bis zu einem Meter lange Pfahlwurzel. Die Zweige sind grün, tief gefurcht, angedrückt behaart oder kahl. Die Stängel sind immer dornenlos. Die wintergrünen Laubblätter sind einfach und ganzrandig; sie werden 45 (50) mm lang und 10 mm breit.Die gelben Blüten stehen in endständigen 3 bis 6 cm langen, reichblütigen Trauben. Die 8-16 mm lange Krone ist kahl, während der Kelch kahl bis behaart ist. Blütezeit ist von Mai bis August. Die Hülsenfrüchte sind kahl. Insgesamt ist die Art sehr variabel.


Standort

Der Färber-Ginster wächst auf trockenen Wiesen, Heiden und in lichten Eichen- und Kiefern-Wäldern und Trockenwälder. Vom Flachland steigt er bis etwa 1800 m NN. Er zeigt Grundfeuchte an und wächst auf Kalk- und Urgestein, bevorzugt aber kalkarmen, lehmigen Boden.

Verbreitung/Vorkommen

Dieser Strauch kommt im Großteil von Europa vor, fehlt jedoch in Irland, Skandinavien sowie im Großteil der Iberischen Halbinsel und Griechenlands. Im Osten reicht das Areal bis zum Ural. In den Alpen fehlt er fast ganz. In Österreich fehlt er in Vorarlberg, in Tirol ist er ausgestorben. Er kommt in ganz Deutschland und auch in der Schweiz vor.

Giftigkeit

Die gesamte Pflanze ist durch Chinolizidinalkaloide giftig.

Inhaltsstoffe

Das Kraut enthält vor allem N-Methylcitisin, Spartein, Anagyrin und Cytisin (insgesamt 0,08 bis 0,14 %). Die Blüten und Samen enthalten vor allem Cytisin (bis 0,25 %).

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Pflanze wird in der Volksmedizin als Diuretikum angewandt, es wirkt auch verdauungsfördernd.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

In der Homöopathie findet der verwandte Besenginster Anwendung.
Neolin-Entoxin®
D.-B.-Entoxin® NViscum-Entoxin® NMatrix-Entoxin®

Färber-Ginster - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden;
Boden PH-Wert: sauer;

Sonstiges

Bereits die Römer verwendeten den Färber-Ginster zum Färben von Leinen und Wolle. Eine bedeutende Rolle spielte er auch in England. Als Farbstofflieferant werden Zweige, Blätter und Blüten verwendet. Sie enthalten die gelben Farbstoffe Genistein und Luteolin. Die Ernte erfolgt meist vor der Blüte. Die Farbe ist lichtecht. Die Färbung erfolgt auf vorgebeizter Wolle. Durch Beizen mit Alaun wird die Wolle zitronengelb, durch Nachbehandlung mit Eisen(II)-sulfat dunkelbraun, mit Kupfersulfat olivgrün. Durch eine Überfärbung von Färberwaid stellte man in England das "Kendalgrün" her. Die Malfarbe "Schüttgelb" wurde durch anrühren mit Alaun und Schlämmkreide hergestellt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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