Schopfiges Läusekraut - Pedicularis comosa

Familie: Orobanchaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze Giftpflanze

<b>Schopfiges Läusekraut - <i>Pedicularis comosa</i></b>
Schopfiges Läusekraut - Pedicularis comosa
Bildquelle: Wikipedia User Zcebeci; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa,_Giresun_2017-07-07_01-1.jpg


Pedicularis: lat. pediculus = Laus (Mittel gegen Läuse); "Läu­se­kraut"
comosus: schopfig, behaart

Läusekräuter sind so genannte Halbschmarotzer. Vollschmarotzer wie die Sommerwurz beziehen Wasser und sämtliche Nährstoffe aus den Wurzeln benachbarter sogenannter Wirtspflanzen. Halbschmarotzer betreiben eigenständig Fotosynthese, gewinnen also mittels Blattgrün (Chlorophyll) aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker. Halbschmarotzer haben deshalb immer auch grüne Blätter, während Vollschmarotzer ohne Blattgrün auskommen.

Schopfiges Läusekraut - Pedicularis comosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_002.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_002.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_002.JPG</a>Schopfiges Läusekraut - Pedicularis comosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_001.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_001.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa_001.JPG</a>Schopfiges Läusekraut - Pedicularis comosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Zcebeci">Wikipedia User Zcebeci</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa,_Giresun_2017-07-07_02-1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa,_Giresun_2017-07-07_02-1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_comosa,_Giresun_2017-07-07_02-1.jpg</a>



Standort

Wiesen und Weiden von 1500m bis 2000m

Verbreitung/Vorkommen

Westalpen, Südalpen, Savoien , Südtirol und europäische Gebirge.

Giftigkeit

Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen. Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Aucubin ist ein häufiger sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Es ist ein Glykosid des Aglykons Aucubigenin mit einer Einheit Glucose. Wie andere Monoterpene wird das Aglykon aus zwei Isopreneinheiten mit je fünf Kohlenstoffatomen in der Pflanze synthetisiert. Im Gegensatz zu dem C10-Grundkörper der Iridoide besitzt das Aucubingrundgerüst nur neun Kohlenstoffatome, da eine Methylgruppe während der Biosynthese zur Carbonsäuregruppe oxidiert und dann als Kohlenstoffdioxid abgespaltet wird.
Fella-Entoxin®Broncho-Entoxin® NUresin-Entoxin®Matrix-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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