Finger-Kuhschelle - Pulsatilla patens

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Frühblüher

<b>Finger-Kuhschelle - <i>Pulsatilla patens</i></b>
Finger-Kuhschelle - Pulsatilla patens
Bildquelle: Wikipedia User Unomano; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_patens_in_Belarus_4.jpg


Pulsatilla: lat. pulsare = schlagen, läuten (Blütenform); "Kü­chen­schel­le"
patens: abstehend, offen, ausgebreitet

andere Namen: Stern-Kuhschelle


Finger-Kuhschelle - Pulsatilla patens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Pipi69e">Wikipedia User Pipi69e</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Finger-Kuhschelle - Pulsatilla patens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Daphne mesereum">Wikipedia User Daphne mesereum</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Die Finger-Kuhschelle ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Höhe von 10 bis 35 Zentimeter erreicht. Die grundständigen Blätter sind handförmig zusammengesetzt, die Blättchen gelappt. Die Grundblätter sind dreizählig, die Blättchen dreiteilig . Die Nervatur ist ein- bis fiedernervig.

Blütezeit ist von April bis Mai. Nebenblätter fehlen. Die zwittrigen Blüten stehen aufrecht und einzeln. Das Perigon ist zuletzt sternförmig ausgebreitet . Die sechs unverwachsenen Blütenhüllblätter sind violett. Es gibt zahlreiche Staubblätter. Der Fruchtknoten ist oberständig, die Frucht ein Nüsschen.


Standort

Sie ist auf Sand- und Halbtrockenrasenflächen und in trockenen Kiefernwäldern anzutreffen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Finger-Kuhschelle hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet, das sich von Mitteleuropa über Russland bis Westsibirien erstreckt.

In Deutschland gilt die Art als „vom Aussterben bedroht“ und steht entsprechend auf der Roten Liste. Sie kommt heute nur noch an wenigen Standorten im Bayerischen Alpenvorland (Garchinger Heide, Truderinger Wald, Neustadt an der Donau, Kelheim) vor. Ehemalige Vorkommen in Brandenburg (bei Guben) und Mecklenburg-Vorpommern (Rothemühl) sind erloschen.

Giftigkeit

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum Lantana

Finger-Kuhschelle - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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