Wiesen-Kuhschelle - Pulsatilla pratensis

Familie: Ranunculáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Frühblüher

<b>Wiesen-Kuhschelle - <i>Pulsatilla pratensis</i></b>
Wiesen-Kuhschelle - Pulsatilla pratensis
Bildquelle: Wikipedia User Stefan.lefnaer; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Pulsatilla: lat. pulsare = schlagen, läuten (Blütenform); "Kü­chen­schel­le"
pratensis: auf Wiesen wachsend


Wiesen-Kuhschelle - Pulsatilla pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fabelfroh">Wikipedia User Fabelfroh</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Wiesen-Kuhschelle - Pulsatilla pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Chmee2">Wikipedia User Chmee2</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_pratensis_in_natural_monument_Kalvarie_v_Motole_in_spring_2012_(6).JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_pratensis_in_natural_monument_Kalvarie_v_Motole_in_spring_2012_(6).JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_pratensis_in_natural_monument_Kalvarie_v_Motole_in_spring_2012_(6).JPG</a>Wiesen-Kuhschelle - Pulsatilla pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Wiesen-Kuhschelle ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Die gesamte Pflanze ist dicht mit relativ langen, seidig weißen Haaren besetzt. Die quirlständigen, hochblattartigen Stängelblätter sind stark zerteilt.

Die Wiesen-Kuhschelle bildet große, nickende Blüten aus, die einen Durchmesser von bis zu 5 cm haben. Die schwarz-violetten Perigonblätter sind länger als die gelb bis gelblichweiß gefärbten Staubblätter. Sie blüht im zeitigen Frühjahr zwischen April und Mai.

Die Chromosomenzahl beträgt für beide mitteleuropäischen Unterarten 2n = 16. Selten kommt aber auch die Zahl 2n = 32 vor.


Standort

Sie besiedelt Sand- oder Silikattrockenrasen und lichte Kiefern- oder Eichenwälder mit kalkreichem Untergrund. Diese Pflanzenart ist eine Kennart der Sandtrockenrasen (Festuco-Sedetalia) und wächst dort zusammen mit der Sand-Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata) und Schwingel-Arten (Festuca).

Verbreitung/Vorkommen

Die Wiesen-Küchenschelle kommt in Deutschland nur etwa nordöstlich der Mittelgebirge vor. In den meisten Bundesländern Deutschlands steht sie auf den Roten Listen und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

In Österreich tritt die Schwarz-Küchenschelle im pannonischen Gebiet zerstreut auf, sonst sehr selten. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland, die Steiermark und Unterkärnten. Die Art gilt als gefährdet, im Alpengebiet und im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland sogar als stark gefährdet. In mindestens einem Bundesland steht sie unter vollständigem gesetzlichen Naturschutz.

Giftigkeit

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereGemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia Maca

Wiesen-Kuhschelle - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: basisch;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Wiesen-Kuhschelle in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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