Gewöhnlicher Kleiner Klee - Trifolium dubium

Familie: Fabáceae - Schmetterlingsblütler
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Futterpflanze Gründüngung-Bodenverbesserer

Gewöhnlicher Kleiner Klee - Trifolium dubium
Gewöhnlicher Kleiner Klee - Trifolium dubium
Bildquelle: Wikipedia User Kenraiz; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"
dubius: zweifelhaft, unsicher

andere Namen: Faden-Klee, Kleiner Klee, Zweifelhafter Klee

Alle Kleearten ziehen Wurzelknöllchen bildende, Stickstoff bindende Knöllchenbakterien (Rhizobium) an, die mit dem Klee eine Symbiose eingehen.

Gewöhnlicher Kleiner Klee - Trifolium dubium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Leo Michels, Untereisesheim">Leo Michels, Untereisesheim</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Faden-Klee ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von zwischen 20 und 40 Zentimetern erreicht. Die häufig spärlich, bräunlich behaarten Stängel stehen aufrecht oder sind niederliegend, häufig gewunden und selten verzweigt.

Die sehr kurz gestielten, wechselständigen Laubblätter sind bläulich-grün, kahl und dreiteilig. Die verkehrt-eiförmigen Fiederblättchen sind zwischen 0,8 und 1,1 Zentimeter lang und 0,4 bis 0,7 Zentimeter breit. Die Basis ist keilförmig und die Spitze ist abgerundet oder leicht gekerbt. Die obere Hälfte ist leicht gezähnt. Das endständige Teilblatt sind im Gegensatz zu den anderen langgestielt. Die krautigen, eiförmigen, spitzen Nebenblätter sind mit den Blattstielen kurz verwachsen und sind 3 bis 5 Millimeter lang.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die Blütenstandsachsen sind fadenförmig und deutlich länger als die gegenüberliegenden Laubblätter. Die seitenständigen, halbkugelförmigen bis kugelförmigen, traubigen Blütenstände weisen eine Länge 8 bis 9 Millimetern und einen Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern auf. Sie enthalten 3 bis 20 Schmetterlingsblüten.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenstiele (Pedicellus) sind weniger als 1 Millimeter lang und aufrecht, in der Fruchtreife dann gebogen. Die Kelchblätter glockig verwachsen und 1,5 bis 2 Millimeter lang. Der fünfnervige und kahle Kelch endet in fünf Kelchzähnen. Die unteren Kelchzähne sind fast doppelt so lang wie die Kelchröhre, die oberen kürzer als dieser. Von den fünf gelben Kronblättern sind einige verwachsen. Während der Fruchtreife verfärben sie sich nach braun. Die Blütenkrone ist etwa 4 Millimeter hoch und besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte. Die Kronblätter sind eiförmig, glatt und längsgefaltet mit einem trichterförmigen Rippenbündel in jeder Hälfte. Der Rand ist ganz oder teilweise gezähnelt. Die Flügel sind genagelt und kürzer als bei anderen Arten der Gattung Trifolium. Von den zehn Staubblättern sind neun verwachsen und eines frei. Der oberständige Fruchtknoten ist lang gestielt und länger als der Griffel.

Es wird eine einsamige Hülsenfrucht gebildet, die 2 bis 3 Millimeter lang und 1,5 Millimeter breit ist. Der Griffel bleibt auch bei der Fruchtreife erhalten und füllt ein Viertel bis ein Drittel der Frucht aus. Die Samen sind ellipsoid, hellbraun und etwa 1,3 Millimeter lang. Der Samen ist sehr leicht, etwa 2.000.000 Samen wiegen ein Kilogramm.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16 oder 28.

Beim Faden-Klee handelt es sich um einen mesomorphen Therophyten.

Als Bestäuber sind meist Hummeln anzutreffen.

Die Ausbreitung der Samen erfolgt meist durch den Wind (Anemochorie), öfters kommt aber auch die Ausbreitung der klettartigen Früchte vor. Die Samen bleiben über 20 Jahre keimfähig.



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Habau 2978 Nistkasten


Preis: EUR 19,99

Standort

Er besiedelt in Mitteleuropa Fettwiesen, Weiden (häufig an Rändern) und Gartenrasen. Er steigt in den Alpen örtlich über 1500 Metern auf. Der Faden-Klee gedeiht am besten auf humosen, lehmigen Böden, die im Übrigen kalkarm oder kalkhaltig, mager oder nährstoffreich sein können, vornehmlich auf sandigen Böden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Faden-Klee ist ein europäisches Florenelement. Das Areal des Faden-Klee reicht von Portugal und Frankreich im Westen bis zum Kaukasus im Osten; nordwärts erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet bis Skandinavien, bis zum 60° nördlicher Breite, was etwa der Höhe von Oslo entspricht, und südwärts bis in den südlichen Mittelmeerraum, wo sein Vorkommen allerdings abnimmt, bis zum 42° nördlicher Breite, was etwa der Höhe Roms und Skopjes entspricht. Einzelne Standorte liegen aber auch noch weiter nördlich. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Kaukasus und weiter nördlich etwa bis Moskau. Neophytische Vorkommen finden sich in Pakistan und an der Ostküste der Vereinigten Staaten.

In Mitteleuropa kommt er sehr häufig vor, er ist aber unauffällig, und er wird deswegen gelegentlich übersehen. Er ist in ganz Deutschland weit verbreitet.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Der Faden-Klee hat medizinischen Nutzen, sie ist blutungsstoppend, wenn ein Brei aus zerkleinerten Blättern auf Wunden aufgetragen wird.

Gewöhnlicher Kleiner Klee - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

Faden-Klee enthält als Futterpflanze sehr viel Energie und wird gerne gefressen. Wegen hoher Saatgutkosten und geringem Aufwuchs spielt er in der Landwirtschaft aber keine Rolle. Mit Faden-Klee lässt sicht maximal ein Ertrag von einer Tonne pro Hektar erzielen.

Literatur




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