Hohes Veilchen - Viola elatior

Familie: Violaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Hohes Veilchen - <i>Viola elatior</i></b>
Hohes Veilchen - Viola elatior
Bildquelle: Wikipedia User Don Pedro28; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Viola: lat. Pflanzenname; "Veilchen"
elatior: höher


Hohes Veilchen - Viola elatior; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Don Pedro28">Wikipedia User Don Pedro28</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Hohe Veilchen wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 cm. Der aufrechte, kräftige Stängel ist besonders an den Kanten dicht kurz behaart. Es sind keine grundständigen Laubblätter vorhanden. Die Stängelblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist kaum erkennbar geflügelt. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 7 cm und einer Breite von 1 bis 2 cm lanzettlich, die Blattbasis gestutzt bis schwach herzförmig. Die Nebenblätter der mittleren Stängelblätter sind ganzrandig oder an ihrer Basis grob gezähnt und gleich lang wie der Blattstiel. Die oberen Nebenblätter sind länger als der Blattstiel.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind spitz. Die hellblaue, gestreifte, am Grunde weiße Blütenkrone ist 2 bis 2,5 cm lang. Der grünlich-gelbe Sporn ist 3 bis 4 mm lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.

Dieser Hemikryptophyt ist eine mesomorphe Halblichtpflanze.

Die Blütezeit liegt am Ende des Vollfrühlings. Es erfolgt Insektenbestäubung, Selbstbestäubung in der Knospe oder geöffneten Blüte. Bei den Diasporen erfolgt Selbstausbreitung oder sie werden durch Ameisen ausgebreitet.


Standort

In Mitteleuropa ist das Hohe Veilchen auf Feuchtbiotope spezialisiert und benötigt demnach einen feuchten, ja nassen, kalkhaltigen Lehm- oder Tonboden. Es besiedelt lichte Auenwälder und Sumpfwiesen. An Mittel- und Oberrhein, am oberen Main, an der Donau zwischen Iller und Isar, im Elbe-Saale-Gebiet bis Magdeburg tritt es selten auf; vereinzelt findet man es am Bodensee, in Franken, am Odenwald, im Alpenvorland und im Vorland des Schweizer Juras sowie um den Genfer See. In Österreich gibt es Vorkommen in den March- und Donauauen sowie in den Feuchtgebieten des Wiener Beckens. Es ist in Mitteleuropa eine Cnidion-Verbandscharakterart und kommt gern zusammen mit Molinia arundinacea vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Hohe Veilchens liegt vorwiegend in den Steppen- und Waldsteppen Südosteuropas und Osteuropas. In Mitteleuropa gedeiht es als Stromtalpflanze nahezu auf das ganze Oberrheingebiet, das Donaudelta (mit Seitentälern), das Elbegebiet, die Oder- und Weichselniederungen beschränkt. Westlichste Vorposten im Burgunder Rhonetal. Nordgrenze bei 50° n. Br. im Baltikum. Teilareale in Zentralasien im westlichen Vorfeld einiger Gebirge (beispielsweise Altai).
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumGemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum Lantana

Hohes Veilchen - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: nass; wechselfeucht;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz