Berghähnlein - Anemone narcissiflora

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Staude Alpenpflanze

<b>Berghähnlein - <i>Anemone narcissiflora</i></b>
Berghähnlein - Anemone narcissiflora
Bildquelle: Wikipedia User Alpsdake; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Anemone: gr. anemos = Wind; "Windröschen", "Busch­wind­rös­chen"

andere Namen: Narzissenblütiges Windröschen, Berghähnchen, Narzissen-Windröschen


Berghähnlein - Anemone narcissiflora; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User 64">Wikipedia User 64</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Berghähnlein - Anemone narcissiflora; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fitofoto">Wikipedia User Fitofoto</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Narzissen-Windröschen (Anemone narcissiflora) ist aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die mehrjährige krautige Pflanze kommt auf feuchten und schattigen Bergwiesen vor. Als eiszeitliche Reliktpflanze ist sie auf bestimmte Standorte beschränkt, mäßig häufig, und daher geschützt.
Die Pflanze bildet eine 20 bis 50 cm hohe, behaarte mehrjährige krautige Pflanze mit aufrechtem Stängel. Die weißen Blüten erscheinen an einem Stiel zu drei bis acht in einer Dolde. Zuweilen sind die Blütenblätter äußerlich rötlich überlaufen. Unterhalb der Blütendolde befinden sich drei ungestielte, fingerförmig eingeschnittene Hochblätter (wie bei allen Anemone-Arten), sie sind dreifach bis fünffach geteilt und quirlig angeordnet.
Die Früchte (Nüsschen) besitzen einen geschnäbelten Griffel (im Unterschied zu den Küchenschellen).
Blütezeit ist zwischen Mai und Juli.


Standort

Die Pflanze ist häufig auf den Wiesen der Alpen, auch in Felsspalten und Felsschutt zu finden. In der Regel trifft man sie zwischen 700 bis 2500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel an. Es handelt sich um eine ausgesprochen kalkliebende Pflanze.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst in Europa die Alpen, Jura, Vogesen und die Sudeten.

Giftigkeit

Protoanemonin wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.
Protoanemonin ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
Gemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaDr. Koll GemmoKomplex Nr. X - Rachenspray

Berghähnlein - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild;
Boden Feuchte: frisch;

Berghähnlein in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern S73 links unten und folgende Druckfehler im Buch: S74 wird als S72 bezeichnet

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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