Paprika - Capsicum annuum

Familie: Solanaceae
Steckbrief | Systematik
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<b>Paprika - <i>Capsicum annuum</i></b>
Paprika - Capsicum annuum
Bildquelle: Wikipedia User Shizhao; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
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annuus: einjährig

andere Namen: Spanischer Pfeffer, Chili

Nachdem durch die Reisen Christoph Kolumbus' die ersten Paprikapflanzen Amerika verließen, verbreitete sich die Pflanze unterstützt durch die große Ausdehnung der Kolonialherrschaft Portugals schnell über die ganze Welt.

Paprika - Capsicum annuum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Köhlers Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Band 2. 1887">Köhlers Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. 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Spanischer Pfeffer (Capsicum annuum) oder Paprika ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Der Ursprung der Pflanzensorten liegt in Süd- und Mittelamerika, natürliche Vorkommen reichen jedoch bis in den Süden Nordamerikas. Die Art ist der am weitesten verbreitete Vertreter der Gattung Paprika (Capsicum).

Es gibt eine Vielzahl von Sorten, sowohl milde Gemüsepaprika als auch mehr oder weniger scharfe Sorten, die sich als Gewürz eignen, zum Beispiel Cayenne.
Das Artepitheton annuum bedeutet in etwa so viel wie "einjährig", aber der Gebrauch dieses Begriffs im Namen dieser Pflanze ist irreführend, da Capsicum-Arten durchaus länger als ein Jahr kultivierbar sind, wenn sie nicht zu kalten Temperaturen ausgesetzt werden. Insbesondere in ihrer tropischen Heimat können sie zu großen, ausdauernden Sträuchern heranwachsen. Genauer genommen bedeutet der Begriff einjährig in der Botanik auch in erster Linie, dass sich die Pflanze innerhalb einer Vegetationsperiode geschlechtlich vermehren kann, was bei allen Capsicum-Arten der Fall ist.

Die Capsicum-annuum-Pflanzen werden bis zu 150 cm hoch und wachsen als buschiger Halbstrauch, aber meistens nach oben gestreckt. In der Nähe der Wurzel verholzen die Pflanzen relativ leicht. Die Blätter sind nach vorn zugespitzt, zwischen 5 und 25 cm lang und zwischen 3 und 15 cm breit.

Die Blüten des Capsicum annuum wachsen meistens einzeln aus den Verzweigungen des Stiels, sehr selten sind auch zwei oder drei Blüten in einer Verzweigung zu finden. Meistens ist dies in der ersten Verzweigung der Sprossachse bei den so genannten Königsblüten zu beobachten. Die meistens fünf (aber auch vier bis sieben) Kronblätter sind weiß. Seltener haben sie violette Linien oder sind komplett violett. Typisches Merkmal sind die oft bläulichen Staubgefäße und der Kelch mit seinen kurzen (0,5 cm) Zipfeln. Blüten und Früchte hängen meistens nach unten, jedoch gibt es auch Sorten wie die Wildform Tepin, deren Früchte nach oben wachsen. Botanisch gesehen sind die Früchte Beeren.

Die meisten Sorten dieser Art werden in Kultur fast immer einjährig gehalten. Die Art Capsicum annuum ist die am häufigsten angebaute Sorte der Chilis. Zu dieser Art gehören so gut wie alle milden (Gemüsepaprika) oder moderat scharfe Sorten (Peperoni) und die meisten der scharfen und sehr scharfen Chilis. Die in Europa im Supermarkt erhältlichen Chilis sind fast immer Capsicum annuum-Sorten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24, es wurden aber auch 2n= 12 oder 36 festgestellt.


Heimat

Nord-Kolumbien bis in den Süden der USA

Inhaltsstoffe

Der Gehalt an Capsaicin, dem für die Schärfe verantwortlichen Inhaltsstoff von Paprika bzw. Chili, ist zwischen den verschiedenen Sorten von Capsicum annuum sehr unterschiedlich. Während Gemüsepaprika nahezu kein Capsaicin enthalten (0 SCU auf der Scoville-Skala), haben schon Jalapeños einen Wert von 2500–8000 SCU. Spitzenreiter unter den Capsicum annuum, wie der Cayenne oder die Wildform Chiltepin liegen bei ca. 30.000–50.000 SCU, also noch weit unter den Werten, die Vertreter anderer Arten, wie beispielsweise Capsicum chinense erreichen.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

Kommission C*(s. Quellen):... Anregung des Zusammenwirkens von Ich und Empfindungsorganisation mit der Lebensorganisation bei entzündlichen und schmerzhaften Erkrankungen im Kopf- und oberen Verdauungsbereich, z.B. Otitis, Mastoiditis,Sodbrennen, Gastritis; Begleitbehandlung bei Lymphomen.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – EdeltanneDr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - Eiche

Paprika - Garten/Anbau

Ausaat von 1 bis 3
Saatort: Vorkultur
Saattiefe: 0,5cm
Pflanzung von 5 bis 5
Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Gute Nachbarn: Basilikum - Karotte - Porree - - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Schnittlauch - Tagetes - Tomate - Speisezwiebel -

Chili, Paprika mag am liebsten Humosboden vom eigenen Komposthaufen. Kein Torf, kein Sand- oder Lehmboden. Die Pflanzen brauchen keinen Dünger. Je sonniger der Standort, desto besser (und schärfer die Schoten). Die Pflanze mag keine Temperaturen unter 5 °C und keinen Wind. Chilis können, wenn sie im Topf oder Kasten wachsen, im Haus überwintert werden.

Sonstiges

Varietäten und Gruppen

Es existiert keine allgemein anerkannte Systematik innerhalb der Art. Eine einfache Gruppierung unterscheidet nur zwischen Capsicum annuum var. glabriusculum (teilweise auch als var. aviculare bezeichnet) für alle Wildsorten und Capsicum annuum var. annuum für die Kultursorten.

Eine andere Gruppierung teilt die Art anhand der Fruchtform und -farbe auf: Die Cerasiforme-Gruppe zeichnet sich durch kleine, kirschförmige Früchte aus; die Conioides-Gruppe besitzt aufrechte, meistens kleine, kegelförmige Früchte; als Mitglieder der Fasciculatum-Gruppe zählen Sorten mit roten, zapfenförmigen Früchten; in der Grossum-Gruppe befinden sich die großen, meistens süßen Gemüsepaprika und die Longum-Gruppe weist lange, oft gebogene Früchte auf, die oft in Büscheln gebildet werden.

Sorten


Begründet durch die lange Kultivierung, einfache Fremdbestäubung und gerade in letzter Zeit umfangreiche gezielte Züchtung existiert eine Vielzahl verschiedener Chilisorten, die sich oftmals nicht oder nur durch relativ wenige erkennbare Merkmale unterscheiden. Hinzu kommt, dass oftmals für ein und dieselbe Sorte verschiedene Namen verwendet werden, teilweise unbewusst, teilweise – wie vor allem in Mexiko, wo für verschiedene Reifestadien andere Bezeichnungen verwendet werden – bewusst. Viele Lokalsorten haben sich über Jahre hinweg in bestimmten Gebieten herausgebildet, so dass man teilweise genaugenommen schon von einer neuen Sorte sprechen kann, wenn die Frucht von der Pflanze eines anderen Bauern geerntet wurde.
Siehe auch: Liste der Paprika- und Chilisorten

Fruchttypen

Zur besseren Übersicht über die Vielfalt der Sorten werden oft Fruchttypen beschrieben, die zwar keine genau botanische Unterteilung erlauben, aber gerade im Landwirtschaftsbereich eine große Anwendung finden. Die nachstehend aufgeführten Fruchttypen bilden keineswegs alle Sorten ab, die weltweit gezüchtet werden, oftmals ist auch schon eine Zuordnung zu diesen Fruchttypen nicht eindeutig möglich.

(Chil)Tepin/Pequin-Typ: Zu diesem Typ gehört die Wildsorte Chiltepin (C. annuum var. glabriusculum bzw. C. annuum var. aviculare), mit kleinen, runden bis spitzen, meistens roten Früchten. Oft werden die Früchte auch „Bird Chilis“ oder „Bird Eye Chilis“ genannt, da sie gerne von Vögeln gefressen werden. Einige Ziersorten bilden etwas größere Früchte und reifen in verschiedenen Farben wie violett oder schwarz. Chiltepin-Chilis sind sehr scharf.
Cayenne-Typ: Typisch für alle Cayenne-artigen Sorten ist die längliche Frucht mit spitzem Ende, die oftmals halbrund, manchmal auch vollständig rund geformt ist. Der ursprüngliche Cayenne-Chili ist rot, es gibt aber auch gelbe Züchtungen. Die meistens in deutschen Supermärkten zu findenden holländischen Dutch Red-Chilis sind wahrscheinlich aus indonesischen Cayenne-Sorten gezüchtet worden. Durch geringere Schärfe und eine weniger derbe Außenhaut sind sie besser an die Kundenwünsche angepasst.
Jalapeño-Typ: Im Gegensatz zum Cayenne-Chili zeichnet sich der Jalapeño-Chili vor allem durch die runde Spitze aus. Die Früchte sind zudem gerade, etwas kegelförmiger und weniger scharf.

Anaheim-Typ: Oftmals auch als „New Mexican“ bezeichnet, ist dieser Fruchttyp einer der beliebtesten unter den größeren Paprikafrüchten in den USA und auch in Mexiko weit verbreitet. Die Früchte werden 15–20 cm lang und laufen nach vorne spitz zu. Mit leichter Schärfe und großen Innenräumen eignen sich die Früchte gut zum Füllen, sie werden jedoch auch oft zu Paprikapulver verarbeitet.
Poblano-Typ: Etwas breiter als Anaheim ist der Poblano eher in Mexiko als in den USA bekannt, doch auch dort wird dieser Fruchttyp verkauft. Je nach Farbe heißen die reifen und getrockneten Früchte auch Ancho oder Mulato. Der in der Türkei als Dolmalik verkaufte Paprika gehört ebenfalls zu diesem Fruchttyp.

Short-Wax/Hot-Wax-Typ: Der Name Wax weist auf die fast wachsartige Oberfläche der Früchte dieses Fruchttyps hin. Sie sind bis maximal zehn Zentimeter lang, nach vorne spitz zulaufend und werden meistens in unreifem Zustand geerntet, in dem sie eine gelbliche, fast weiße Farbe haben.

Long-Wax-Typ: Wie Short-Wax, nur etwas länger und meistens weniger scharf.
Kirschpaprika-Typ: Mit bis zu fünf oder sechs Zentimeter Durchmesser, der runden Form und der meistens kräftig roten, aber auch gelben oder braunen, Farbe erinnern die Kirschpaprika sehr stark an reife Kirschen. Wegen ihres dicken und festen Fruchtfleisches werden sie gern gefüllt und eingelegt, gelegentlich werden sie jedoch auch zum Trocknen benutzt. In Europa bekannte Sorten stammen meistens aus Ungarn, es werden jedoch auch Kirschpaprika in Mexiko angebaut, dort tragen sie den Namen Cascabel.
Glockenpaprika/Blockpaprika-Typ: Dies sind die bekannten Gemüsepaprika. Mit drei oder vier Kammern, dickem Fruchtfleisch und einer Länge von 10–15 cm bei einem Durchmesser von ca. 10 cm sind sie die beliebtesten Paprika in deutschen Supermärkten. Die ursprüngliche Form reift rot ab, ähnlich verbreitet ist jedoch auch die gelbe Form, zudem gibt es orange oder violette Sorten und solche, die vor der Reife möglichst lange grün bleiben.

Cubanelle-Typ: Obwohl Cubanelle in etwa Kubaner bedeutet, stammen diese Chilisorten ursprünglich aus Italien. Die Früchte sind mit den blockförmigen Gemüsepaprika vergleichbar, jedoch etwas kleiner und länglicher. Teilweise besitzen sie auch eine ausgeprägte Spitze.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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