Esels-Wolfsmilch - Euphorbia esula

Familie: Wolfsmilchgewächse - Euphorbiaceae

Kategorie: Giftpflanze  Staude  

Esels-Wolfsmilch Info

Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"

Die Esels-Wolfsmilch oder Scharfe Wolfsmilch (Euphorbia esula) ist eine Pflanzenart in der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia).Euphorbia esula ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Sie ist ein Hemikryptophyt und breitet sich über Wurzelsprosse aus. Die Wurzeln reichen tief. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend.

Die wechselständigen, schmal lanzettlichen Laubblätter sind über der Mitte meist am breitesten und sind zum Grund hin verschmälert. Die Breite beträgt 3 bis 5 (selten 8) mm, die Länge 30 bis 60 mm. Nebenblätter fehlen stets.
Die Endscheindolde ist vielstrahlig. Die Hochblätter sind frei und nicht verwachsen, ihre Farbe ist grün oder gelblich. Die Nektardrüsen sind mondsichelförmig oder zweihörnig. Blütezeit ist Juni bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Zweiflügler (Diptera).
Die Kapselfrucht ist fein punktiert und rau. Die Samen sind glatt.


Verbreitung/Vorkommen

Die Esels-Wolfsmilch ist in Eurasien beheimatet. Sie ist ein submeridionales bis boreales, kontinentales Florenelement. In Mitteleuropa kommt sie zerstreut vor, in den Alpen fehlt sie. In Ost-Österreich ist sie häufig, sonst zerstreut bis selten. In Südtirol nimmt sie stark zu, in Liechtenstein fehlt sie. In der Schweiz ist sie nur aus einem kleinen Gebiet in Graubünden bekannt. In Dänemark ist sie ein Neophyt.
In Nordamerika wurde sie im 19. Jahrhundert eingeführt und wird in manchen Gebieten als invasive Art eingestuft.
Sie wächst in Wiesen, Weiden, auf Äckern, in Gebüschen, an Ufern, und auf Ruderalstellen. Sie bevorzugt frische bis mäßig trockene, nährstoffreiche, mehr oder weniger kalkhaltige Böden. Sie steigt bis in die montane Höhenstufe.

Heimat

Die Esels-Wolfsmilch ist in Eurasien beheimatet.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

Esels-Wolfsmilch Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 80cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Äcker, Getreidefelder, Brachen; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Halbmagerrasen; Ufer, Dämme;
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: sehr selten
Lebensform: Hemikryptophyten (Überdauerungsknospen liegen an der Erdoberfläche)
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: Kalkzeiger;
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Bodenfeuchte: feucht; mäßig trocken; trocken;

Esels-Wolfsmilch Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: feucht; mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. KollGemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - Heidelbeere

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)





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