Pfirsich - Prunus persica

Familie: Rosengewächse

Kategorie: Heilpflanze  Garten  Obstpflanze  Laubbaum  winterhart  Bauerngarten  landwirtschaftliche Kulturpflanze  Gewaechshaus  mediterrane Pflanze  

Pfirsich Info

Prunus: lat. Pflanzenname; "Kirsche", "Aprikose", "Pflaume" etc.
persicus: persisch

andere Namen: Syn. Persea vulgaris

Die gummiähnliche Ausscheidung der Frucht des Pfirsich wurde bis zur Herstellung synthetischen Klebers in manchen Gegenden als Klebstoff verwendet.

Der Pfirsich wurde bereits wahrscheinlich zusammen mit dem Wein bereits vor 500 Jahren ins Gebiet gebracht


Der Pfirsich ist ein Baum, der Wuchshöhen von 1 bis zu 8 Meter erreicht. Seine Zweige sind gerade und kahl. Auf der Sonnenseite sind sie rot gefärbt, auf der von der Sonne abgewandten Seite grün. Die Langtriebe besitzen eine Endknospe. Seitenknospen sind zumindest bei starken Langtrieben in der Regel zu dritt in Blattachseln vorhanden. Die Knospen sind behaart. Die Laubblätter sind lanzettlich, 8 bis 15 Zentimeter lang, 2 bis 4 Zentimeter breit und spitz bis lang zugespitzt. Ihre Basis ist breit keilförmig. Der Blattrand ist in der Regel doppelt und mehr oder weniger fein gezähnt. Die breiteste Stelle der Blattspreite befindet sich in der Mitte oder etwas oberhalb. Blattober- und Unterseite sind dunkelgrün und kahl. In Knospenlage sind die Blätter gefaltet. Der Blattstiel hat eine Länge von 1 bis 1,5 Zentimeter.

Die meist einzelnen Blüten sind sehr kurz gestielt oder fast sitzend. Sie sind am Grund von Knospenschuppen umgeben und entfalten sich noch vor den Blättern. Ihr Durchmesser beträgt 2,5 bis 3,5 Zentimeter. Der Blütenbecher ist glockig, Länge und Breite sind ungefähr gleich. Die Kelchblätter sind ganzrandig und an ihrer Außenseite wollig behaart. Die Kronblätter sind bis zu 2 Zentimeter lang, oval und meist ganzrandig. Sie sind meist tief, selten blass rosa gefärbt. Die ungefähr 20 Staubblätter sind geringfügig kürzer als die Kronblätter. Sie sind meist rötlich gefärbt, selten auch gelb.
Schemazeichung Pfirsichfrucht

Die meist kugelige Steinfrucht hat einen Durchmesser von 4 bis 10 Zentimetern und eine Längsfurche. Sie ist blassgrün oder gelb, rötlich überlaufen und oft mit einer samtigen Behaarung bedeckt, aber dennoch glatt. Das Fruchtfleisch ist saftig, dickschichtig und blaßgrün oder orange. Der Steinkern hat meist fast die Form einer Kugel, eine dicke Schale, tiefe Furchen und ist sehr hart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

In Mitteleuropa wird der Pfirsich wegen seines Wärmebedürfnisses vor allem in Weinbaugebieten angebaut. Sind die Winter zu kalt, wird das Holz geschädigt und die frühe Blüte von Spätfrösten in Mitleidenschaft gezogen. Vermehrt wird der Pfirsich vorwiegend durch die Okulation.

Saftreife, aromatische Pfirsiche lassen sich in Mitteleuropa im Prinzip nur im eigenen Garten ernten. Die gekauften Pfirsiche werden in der Regel noch im harten Zustand vom Baum genommen, damit sie den Transport überstehen können. Solche Früchte reifen aber nicht vollkommen nach und das typische Pfirsicharoma ist nicht so stark ausgeprägt.


Inhaltsstoffe

Der Samen ist sehr giftig, da er etwa 6,5 % Blausäure abspaltendes Amygdalin enthält. Die alten Ägypter richteten sogar Verbrecher mit Pfirsichkernen hin. Auch die Blätter enthalten ein verwandtes Blausäureglykosid.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Es gibt auch einige Beschreibungen zur arzneilichen Verwendung des Pfirsichs. Beispielsweise empfahl Hildegard von Bingen die unreife Frucht samt Kernen, die Blätter, die Wurzel, das Harz und die Rinde zur äußerlichen Anwendung bei tränenden Augen, Kopfschmerzen und Gicht.

Sonstiges

Der Pfirsich wurde nach Meinung von Experten vor mehr als tausend Jahren im Mittelmeerraum eingebürgert. Ursprungsland ist aber China, wo seine Kultur schon 2000 vor Chr. bekannt war. Er gelangte dann über Persien nach Griechenland und in weiterer Folge durch die Römer nach Mitteleuropa.

Pfirsich Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;
Höhe/Länge von 1m bis 8m
Blütezeit von April bis April
Lebensraum: Gärten und Parks;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gesägt;
Fleischige Früchte: Steinfrüchte
Fruchtfarbe: grün;
Häufigkeit: häufig
Lebensdauer: Holzgewächs;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Bodenfeuchte: trocken;

Pfirsich Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Rosales - Rosenartige
Familie:
Rosaceae
Gattung:
Prunus
Art:
persica

Pfirsich Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 1Dr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - Heidelbeere

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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