Echter Speik - Valeriana celtica

Familie: Valerianaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Alpenpflanze

<b>Echter Speik - <i>Valeriana celtica</i></b>
Echter Speik - Valeriana celtica
Bildquelle: Wikipedia User HermannSchachner; Bildlizenz: CC0 1.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_celtica_(Echt-Speik)_IMG_2623.jpg


Valeriana: lat. valere = gesund sein (Heilwirkung); "Baldrian"

Die Wurzeln dieser Art enthalten besonders viel an ätherischem Baldrianöl.
Die Speikböden – Alpenwiesen, auf denen die Pflanze zahlreich auftrat – wurden regelrecht bewirtschaftet, wobei man auf eine ausgiebige Nutzung jahrelange Schonzeiten folgen ließ, damit der Bestand sich wieder erholen konnte. Speikgräber war ein eigenes Gewerbe, das recht oft dem Landesherrn vorbehalten war. Die Wurzeln wurden auf besonderen Trockenböden gelagert, das Einsperren darin galt als empfindliche Strafe für bestimmte Vergehen (Speiksitzen), wobei man den Übeltäter noch lange Zeit später am Geruch erkannte.


Echter Speik - Valeriana celtica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User HermannSchachner">Wikipedia User HermannSchachner</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_celtica_(Echt-Speik)_IMG_2618.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_celtica_(Echt-Speik)_IMG_2618.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_celtica_(Echt-Speik)_IMG_2618.jpg</a>Echter Speik - Valeriana celtica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882">Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Der Echte Speik ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimeter erreicht und einen intensiven Baldriangeruch verbreitet.

Am kahlen, aufrechten Stängel befinden sich ein bis zwei Blattpaare, welche dunkelgrün glänzend sind. Die ganzrandigen Grundblätter sind schmal lanzettlich. Die Stängelblätter kleiner und fast linealisch.

Die Blüten stehen in kleinen, wenigblütigen Trugdolden, die insgesamt eine walzenförmige Traube bilden. Die Blütenkrone wird zwei bis drei Millimeter lang und ist selbst eher gelblich bzw. manchmal rotbraun überlaufen.

Blütezeit ist von Juni bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.


Verbreitung/Vorkommen

Die Flora alpina (Aeschimann 2004) nennt zwei Unterarten:

Valeriana celtica subsp. celtica (Keltischer Baldrian oder Echter Speik), ein Endemit der grajischen und penninischen Alpen.

Valeriana celtica subsp. norica (Norischer Baldrian oder Norischer Speik) kommt ausschließlich in den Ostalpen auf kalkfreien Böden in Höhenlagen von 1800 bis 3300 m vor.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Wurzeln dieser Art enthalten besonders viel an ätherischem Baldrianöl.
Die geschützte Pflanze wurde früher massenhaft ausgegraben und vor allem in den Orient exportiert. Heute ist dies besonders lizenzierten Bergbauern vorbehalten. Sogar ein eigenes Grabwerkzeug existiert dafür, das so genannte Speikkramperl.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumDr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – EdeltanneDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3

Echter Speik - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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