Der Echte Speik ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimeter erreicht und einen intensiven Baldriangeruch verbreitet.
Am kahlen, aufrechten Stängel befinden sich ein bis zwei Blattpaare, welche dunkelgrün glänzend sind. Die ganzrandigen Grundblätter sind schmal lanzettlich. Die Stängelblätter kleiner und fast linealisch.
Die Blüten stehen in kleinen, wenigblütigen Trugdolden, die insgesamt eine walzenförmige Traube bilden. Die Blütenkrone wird zwei bis drei Millimeter lang und ist selbst eher gelblich bzw. manchmal rotbraun überlaufen.
Blütezeit ist von Juni bis August.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.
Verwendung in der Heilkunde
Die Wurzeln dieser Art enthalten besonders viel an ätherischem Baldrianöl.
Die geschützte Pflanze wurde früher massenhaft ausgegraben und vor allem in den Orient exportiert. Heute ist dies besonders lizenzierten Bergbauern vorbehalten. Sogar ein eigenes Grabwerkzeug existiert dafür, das so genannte Speikkramperl.
Verbreitung & Vorkommen
Die Flora alpina (Aeschimann 2004) nennt zwei Unterarten:
Valeriana celtica subsp. celtica (Keltischer Baldrian oder Echter Speik), ein Endemit der grajischen und penninischen Alpen.
Valeriana celtica subsp. norica (Norischer Baldrian oder Norischer Speik) kommt ausschließlich in den Ostalpen auf kalkfreien Böden in Höhenlagen von 1800 bis 3300 m vor.
Aus derselben Gattung (Valeriana)
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