Vegetative Merkmale
Die Krainer Wolfsmilch ist eine Milchsaft führende, mehrstängelige, ausdauernde krautige Pflanze mit holzigem, kriechendem „Wurzelstock“, die Wuchshöhen von 20 bis 40 cm erreicht. Die wechselständig angeordneten, hellgrünen Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 7 Zentimetern spitzelliptisch bis lanzettlich und die Unterseite ist behaart.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Unter den Blütenständen sind jeweils die zwei obersten Blätter gegenständig und auffällig grünlich bis goldgelb gefärbt. Der Gesamtblütenstand ist drei- bis fünfstrahlig. Es sind Scheinblüten mit vier breit-elliptischen, braungelben Drüsen und locker langhaarigem Becher vorhanden, in deren Inneren zahlreiche Staubblätter und ein herausragender, dreigriffeliger Fruchtknoten sitzen. Die Kapselfrucht ist außen warzig.
Ähnliche Arten
Die ähnliche Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) ist anhand der verwachsenen obersten Hüllblätter zu unterscheiden.
Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Saft / Milchsaft |
| Giftstoffe | Triterpene |
Folgesymptome
längerfristig Krebserregend (karzinogen)
Symptome bei Hautkontakt
Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut
Sofortmaßnahmen
Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken
Standort
Sie ist in Laubwäldern und an sonnigen Abhängen, bis zu Höhenlagen von 1900 Metern zu finden.
Verbreitung & Vorkommen
Euphorbia carniolica ist von Norditalien über die Ostschweiz bis Südtirol ostwärts bis Ungarn verbreitet. In Deutschland fehlt sie.
Inhaltsstoffe
Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.
Aus derselben Gattung (Euphorbia)
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