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Krainer Wolfsmilch

Euphorbia carniolica
Alpenpflanze Giftpflanze Giftig ⚠️

Vegetative Merkmale

Die Krainer Wolfsmilch ist eine Milchsaft führende, mehrstängelige, ausdauernde krautige Pflanze mit holzigem, kriechendem „Wurzelstock“, die Wuchshöhen von 20 bis 40 cm erreicht. Die wechselständig angeordneten, hellgrünen Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 7 Zentimetern spitzelliptisch bis lanzettlich und die Unterseite ist behaart.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Unter den Blütenständen sind jeweils die zwei obersten Blätter gegenständig und auffällig grünlich bis goldgelb gefärbt. Der Gesamtblütenstand ist drei- bis fünfstrahlig. Es sind Scheinblüten mit vier breit-elliptischen, braungelben Drüsen und locker langhaarigem Becher vorhanden, in deren Inneren zahlreiche Staubblätter und ein herausragender, dreigriffeliger Fruchtknoten sitzen. Die Kapselfrucht ist außen warzig.
Ähnliche Arten
Die ähnliche Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) ist anhand der verwachsenen obersten Hüllblätter zu unterscheiden.

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSaft / Milchsaft
GiftstoffeTriterpene

Folgesymptome

längerfristig Krebserregend (karzinogen)

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken

Standort

Sie ist in Laubwäldern und an sonnigen Abhängen, bis zu Höhenlagen von 1900 Metern zu finden.

Verbreitung & Vorkommen

Euphorbia carniolica ist von Norditalien über die Ostschweiz bis Südtirol ostwärts bis Ungarn verbreitet. In Deutschland fehlt sie.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

Aus derselben Gattung (Euphorbia)

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Aus derselben Familie (Wolfsmilchgewächse)

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